Update: Nachfolger von SMS und MMS wird noch besser
RCS: Nachfolger von SMS und MMS wird durch neues Update noch besser
Mit der Version 4.0 erhält RCS neue Funktionen, die den Standard zu einer noch besseren SMS-Alternative machen. Du kannst RCS bereits jetzt nutzen.
Was ist RCS?
Die Abkürzung RCS steht für Rich Communication Services. Dabei handelt es sich um einen Mobilfunk-Kommunikationsstandard, dessen Entwicklung bereits 2008 begann. 2012 erfolgte die öffentliche Vorstellung. RCS soll SMS bzw. MMS ablösen und funktioniert unabhängig vom verwendeten Betriebssystem oder Endgerät. Der Branchenverband der GSM-Provider (GSMA) hat mit der Version 4.0 nun das bisher umfassendste Update angekündigt.
Welche Vorteile bietet der Standard Rich Communication Services schon jetzt?
Im Vergleich zur SMS, aber auch zur MMS, hat RCS diverse Vorzüge – die teilweise noch nicht einmal moderne Messengerdienste wie WhatsApp bieten:
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1. Funktionspalette
Von der RCS-Funktionspalette können SMS-Nutzer nur träumen. Zu den Features, mit denen der Vorgänger nicht mithalten kann, zählen Gruppenchats, Lesebestätigungen, Versand von Sprachnachrichten und Verschicken großer Dateien bzw. Medien .
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2. Kosten
Falls Du keinen Mobilfunkvertrag mit entsprechender Flatrate hast, musst Du bis heute für jede versendete SMS bezahlen. Bei RCS sieht das anders aus. Hier fallen nämlich keine zusätzlichen Kosten an. Das Verschicken der Mitteilungen erfolgt kosteneffizient via WLAN.
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3. Sicherheit
Einer der größten Nachteile von SMS ist die fehlende Verschlüsselung. Das macht die Nachrichten in sensiblen Anwendungsbereichen – etwa bei Zwei-Faktor-Authentifizierungen – problematisch. RCS bietet hingegen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das gilt allerdings bisher nur bei der Kommunikation zwischen Android-Geräten. Eine Implementierung des Features für Apple-Geräte könnte aber bereits ab Mai 2026 nach Abschluss des Beta-Tests stattfinden.
Mit welchen neuen Features soll RCS 4.0 punkten?
Dass es noch besser geht, beweist die GSMA mit einem Blick auf den Funktionsumfang, den die RCS-Version 4.0 bieten soll. Besonders interessant sind hierbei:
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1. Qualitätsoptimierung für Mediendateien
Wenn Du digitale Medien in hoher Qualität verschicken möchtest, sind die Dateien oft sehr groß. Messengerdienste wie WhatsApp haben deshalb in der Vergangenheit auf eine starke Komprimierung gesetzt – oder tun das noch immer. Das geht allerdings zu Lasten der Qualität. Um das zu verhindern, soll RCS 4.0 für Audio- und Videodaten beim Verschicken automatisch das optimale Format auswählen.
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2. Formatierungen für Texte
Textformatierungen sind praktisch, um einzelne Wörter oder ganze Aussagen hervorzuheben. In einer SMS ist das jedoch bis heute nicht möglich – alle Nachrichten kommen als sogenannter Plaintext beim Empfänger an. Mit RCS 4.0 wirst Du Deine Mitteilungen hingegen formatieren und Textbereiche fetten, kursiv schreiben oder unterstreichen können.
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3. Native Videotelefonate
Manchmal lassen sich Anliegen einfacher in einem direkten Telefongespräch als mit einer Nachricht klären. Es ist allerdings ziemlich umständlich, dafür extra den Chat zu verlassen. RCS 4.0 löst das komfortabler. Denn Du kannst nun Videotelefonanrufe direkt aus RCS-basierten Chats starten. Telefonate sind dabei nicht nur mit einzelnen Personen, sondern auch als Gruppenanrufe möglich.
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4. Rich Cards
Dieses Feature richtet sich an Unternehmen, die interaktive Nachrichtenelemente verschicken möchten. In Rich Cards lassen sich etwa Bilder und Videos einbetten, ohne dass ein Download erforderlich ist. Unternehmen können so Nutzer zu Zahlungsplattformen lotsen oder ihnen den direkten Zugriff auf Menüs ermöglichen.
Wann startet RCS 4.0?
RCS 4.0 ist derzeit noch nicht verfügbar. Die GSMA hat aber angekündigt, Nutzern die neue Version bis zum Jahr 2027 zur Verfügung zu stellen. Dass die Zeitangabe so vage ist, liegt dabei nicht (nur) am Branchenverband. Denn auch Apple und Google müssen das neue Update erst noch testen und in iOS bzw. Android integrieren.
Wie kannst Du RCS verwenden?
Auch wenn RCS 4.0 derzeit nicht zur Verfügung steht, kannst Du RCS bereits verwenden. Als Apple-Nutzer musst Du dafür die Einstellungen auf Deinem iOS-Gerät öffnen und zunächst „Apps“, dann „Nachrichten“ und schließlich „RCS-Nachrichten“ auswählen. Hier schaltest Du die Option „RCS-Nachrichten aktivieren“ ein.
Android-User können RCS über Google Messages nutzen. Öffne dafür die App und tippe auf Dein Profilbild. Wähle anschließend „Messages-Einstellungen“, danach „RCS-Chats“ sowie „RCS-Nachrichten aktivieren“ aus. In Deinem Chat sollte nun unten der Hinweis „RCS-Nachricht“ zu lesen sein.
RCS funktioniert allerdings nur, wenn sowohl Nachrichtensender als auch -empfänger den Standard aktiviert haben. Ist das nicht der Fall, erfolgt der Versand als SMS oder MMS – wobei die bekannten Einschränkungen gelten.