Neues Notebook kaufen oder alten Akku tauschen?
Neues Notebook kaufen oder alten Akku tauschen? Unsere Empfehlungen!
Benötigst Du einen neuen Laptop oder genügt ein Akku-Austausch? Wir erläutern, wie Du die optimale Entscheidung anhand wichtiger Kriterien triffst.
Ein alter Laptop macht zunehmend Probleme, doch muss deshalb gleich ein neues Gerät her? Nicht unbedingt: In vielen Fällen kann ein Akku-Austausch die Lebensdauer des Notebooks deutlich verlängern. Ob sich die Investition tatsächlich lohnt, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.
Entscheidend sind unter anderem der Zustand und Restwert des Geräts, die Leistungsfähigkeit der Hardware, die benötigte Software sowie die Kosten für einen neuen Akku inklusive Einbau. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Du bei der Entscheidung achten solltest.
Neues Notebook kaufen oder alten Akku tauschen? Unsere Empfehlungen!
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1. Aktuelle Kapazität Deines Notebook-Akkus
In Laptops kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Diese verlieren durch Alter und Nutzung unweigerlich an Kapazität und reduzieren damit die mobile Nutzungszeit Deines Notebooks. Wenn also nach langjähriger Nutzung die Laufzeit immer geringer wird, dürfte der Akku dafür verantwortlich sein. Allgemein gelten Batterien, die weniger als 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität bieten, als verschlissen. Experten empfehlen einen Austausch auf jeden Fall, beim Unterschreiten einer Kapazitätsgrenze von 70 Prozent.
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Allerdings kann es auch sein, dass die Batterie selbst nach Jahren der Nutzung noch ganz gut im Schuss ist und dennoch die Laufzeit nicht mehr zufriedenstellend ausfällt. Dann leert häufig ressourcenhungrige Software die Batterie Deines Notebooks. Es ist als Entscheidungsgrundlage also sinnvoll, die aktuelle Kapazität Deines Laptop-Akkus zu ermitteln. Wir skizzieren das Prozedere für Computer mit den Betriebssystemen Windows und macOS.
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a) Ermittlung der derzeitigen Akku-Kapazität unter Windows
Nutze bei Deinem Notebook die Tastenkombination "WINDOWS-Taste" und "r", um das Ausführen-Fenster zu öffnen. Tippe hier den Befehl "cmd" ein und bestätige die Eingabe mit "OK". Gib anschließend den Befehl "powercfg /batteryreport" ein und bestätige. Du erfährst jetzt, unter welchem Dateipfad der "Bericht zur Akkulaufzeit" gespeichert wurde. Diesen kannst Du öffnen, indem Du den Pfad markierst, dann mit der Tastenkombo "STRG" und "c" kopierst und ihn anschließend mit "STRG" und "v" in die Adresszeile Deines Browsers einfügst. Die aktuell noch erreichbare Akku-Kapazität heißt hier "FULL CHARGE CAPACITY". Die ursprüngliche Kapazität der neuen Batterie gibt der Report als "DESIGN CAPACITY" an. Das Verhältnis beider Werte zeigt, wie stark Dein Notebook-Akku bereits verschlissen ist.
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b) Ermittlung der derzeitigen Akku-Kapazität unter macOS
Öffne bei Deinem Apple-Laptop das Apfelmenü durch einen Klick auf das Apple-Logo. Folge nun dem Pfad "Systemeinstellungen", "Allgemein", "Info" und "Systembericht". In der Registerkarte "Stromversorgung" findest Du alle notwendigen Informationen zum Zustand des Akkus sowie die Anzahl der bisher durchgeführten Ladezyklen.
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c) Exkurs: Stromfresser aufspüren und Energiebedarf des Notebooks senken
Falls Du herausfindest, dass Die Batterie immer noch in gutem Zustand und nicht für die kurze Nutzungszeit des Notebooks verantwortlich ist, solltest Du nach den Stromfressern suchen. Bei Laptops mit dem Betriebssystem Windows öffnest Du dafür die "Einstellungen" und danach "Strom und Akku" sowie "Akkunutzung". Hier siehst Du eine Liste der Programme, die zuletzt am energiehungrigsten waren.
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Bei macOS-Computern spürst Du stromhungrige Software am einfachsten mit der App Aktivitätsanzeige auf. Die notwendigen Daten findest Du in der Registerkarte "Energie". Stromfressende Software, die Du nicht verwendest, kannst Du direkt deinstallieren. Andernfalls gibt es oft stromsparende Optionen, die Du aktivieren, oder energieeffizientere Programme, die Du stattdessen nutzen kannst.
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2. Dein individuelles Anforderungsprofil
Deine Anforderungen an einen Laptop entscheiden maßgeblich, ob ein neues Gerät oder ein Akku-Austausch die beste Alternative ist. Wenn Du Dein Notebook beispielsweise ausschließlich als Desktop-Ersatz verwendest, kann Dir die Kapazität der Batterie ziemlich egal sein. Schließlich hängt Dein Computer ohnehin am Netzstrom.
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Möglicherweise bietet Dein Laptop für Deine typischen Anwendungszwecke auch einfach nicht mehr genug Leistung. Das ist oft der Fall, wenn ältere Prozessoren oder Grafikkarten bei aktuellen Spielen oder anspruchsvoller Bild- und Videobearbeitungssoftware an ihre Grenzen stoßen. Bei fast allen Geräten ist ein Austausch für Privatanwender nicht möglich. Dementsprechend hilft hier auch kein neuer Akku, sondern nur ein neues Notebook.
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Möglicherweise erledigst Du mit Deinem Laptop hingegen nur einfache Schreibarbeiten und surfst nebenher ein bisschen. Dafür reichen dann selbst deutlich ältere Geräte mit schwachen CPUs und relativ wenig RAM aus, sodass ein günstiger Austausch-Akku oft doch interessant ist.
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3. Zustand und Restwert Deines Notebooks
Nicht bei jedem alten Laptop lohnt sich eine neue Batterie. Relevant ist insbesondere der Zustand und der damit zusammenhängende Restwert Deines Altgeräts.
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a) Zustand
Defekte und Schäden bleiben bei Notebooks nicht aus. Einige davon mögen ärgerlich sein, schränken die Nutzbarkeit jedoch nicht ein. Das gilt beispielsweise für Kratzer auf dem Gehäuse. Anders sieht es bei defekten Anschlüssen oder Schäden auf dem Display aus. Bei solchen Problemen sind Reparaturen oft kostspielig und lohnen sich selten. Sollte Dein Altgerät derartige Schäden aufweisen, solltest Du Dir besser zweimal überlegen, ob Du noch Geld in einen neuen Akku oder lieber direkt in einen neuen mobilen Computer investierst.
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b) Restwert
Einen wichtigen Anhaltspunkt für die Wirtschaftlichkeit eines Akku-Austauschs oder einer Reparatur bietet der aktuelle Wert Deines Altgerätes. Dementsprechend kann es zwar sinnvoll sein, in ein Premium-Modell noch Geld zu investieren, das Dich vor drei Jahren 1.500 Euro gekostet hat und heute noch 500 Euro wert ist. Anders dürfte es bei einem Billig-Laptop aussehen, der vor fünf Jahren nur 400 Euro gekostet hat und dessen Wert heute bestenfalls noch ein Viertel davon beträgt. Als Faustformel gibt es die sogenannte 50‑Prozent-Regel: Falls Akku-Austausch bzw. Reparatur die Hälfte des derzeitigen Notebook-Restwertes übersteigen, solltest Du Dir unter wirtschaftlichen Aspekten eher ein neues Gerät anschaffen.
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4. Softwareseitige Nutzbarkeit Deines Laptops
Ein neuer Akku ist auch oft dann nicht die optimale Option, wenn erforderliche Software nicht mehr oder nur noch kurze Zeit funktioniert. Bei Windows-Notebooks kann diesbezüglich vor allem das Betriebssystem eine wichtige Rolle spielen. Denn das offizielle Support-Ende für Windows 10 ist bereits seit Oktober 2025 erreicht. Zwar wurde die Unterstützung für Nutzer mit Microsoft-Account durch die sogenannten Extended Security Updates (ESU) noch einmal bis Herbst 2027 verlängert. Dann wird aber definitiv Schluss sein. Dementsprechend stopft Microsoft dann auch Sicherheitslücken nicht mehr, sodass die Nutzung von Windows 10 dann zu einem Risikofaktor avanciert.
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Viele Anwender dürften spätestens dann den Wechsel zu Windows 11 vollziehen. Doch das ist nicht mit allen Notebooks möglich. Besonders ältere Geräte erfüllen die notwendigen Voraussetzungen nicht. Gleichzeitig scheuen sich zahlreiche Betroffene vor einem Umstieg auf ein weniger ressourcenhungriges Betriebssystem wie Linux. Sollte das auch bei Dir der Fall sein und erfüllt Dein Laptop nicht die Bedingungen für einen Umstieg auf Windows 11, macht es wenig Sinn, noch in eine neue Batterie zu investieren. Hier ist ein neues Notebook die bessere Option.
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Ähnliches gilt, falls Software, die Du nutzen willst, Deinen Laptop an oder sogar über seine Grenzen bringt. Ständig laut und hochtourig rotierende Lüfter oder kochend heiße Gehäuse dienen hier als Indizien. Auch hier hilft keine neue Laptop-Batterie, sondern eher leistungsfähigere Hardware.
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5. Hardwareseitige Flaschenhälse bei Deinem Laptop
Bei vielen Notebooks lassen sich nur wenige Hardwarekomponenten austauschen. Eine löbliche Ausnahme bilden hier einige wenige Business-Geräte oder Notebooks von Marken wie Framework. Doch in der Regel gilt, dass Privatnutzer Komponenten wie Prozessor oder Grafikkarte nicht wechseln können. Fungieren diese als Flaschenhals bei der Nutzung, solltest Du ebenfalls eher ein neues Notebook als einen neuen Akku favorisieren.
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Eine wichtige Rolle spielt oft auch der verfügbare Arbeitsspeicher, der ebenfalls einen Flaschenhals darstellen kann. Viele Nutzer denken, dass sich der RAM bei Laptops wie bei einem Desktop-PC einfach aufrüsten lässt. Das ist jedoch nicht immer möglich und betrifft sowohl betagte als auch neuere Geräte. Bei sehr alten Geräten kann das System möglicherweise nicht so viel Arbeitsspeicher bewältigen, wie für Deine Ansprüche erforderlich wäre. Bei neuen – und vor allem bei besonders schlanken – Notebooks ist der RAM hingegen oft fest verlötet. Hier sind Austausch und Aufrüstung ebenfalls in der Regel nicht möglich. Problematisch ist es – je nach Anwendungszweck –, falls der Arbeitsspeicher auf 8 GB oder weniger limitiert ist.
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6. Neuer Akku und die damit zusammenhängenden Kosten
Besitzer eines alten Notebooks machen oft den Fehler, nur die Kosten für die billigste neue Batterie in ihre Berechnungen einzubeziehen. Doch das ist zu kurz gedacht.
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a) Bei Akkus auf Qualität statt auf den niedrigsten Preis achten
Die meisten Hersteller offerieren – nicht erst seit dem von EU-Kommission und -Parlament durchgesetzten Recht auf Reparatur – für ihre Notebooks jahrelang Akkus. Allerdings sind diese oft relativ teurer. Nachgebaute Batterien sind hingegen schon für deutlich weniger Geld erhältlich und sollen zudem oft mehr Kapazität bieten. Aber Vorsicht: No-Name-Akkus halten selten, was sie versprechen. Nicht nur die Akku-Kapazität ist immer wieder geringer als versprochen. Es gibt häufig auch Probleme mit der Haltbarkeit oder sogar erhöhte Brandrisiken. Deswegen lautet hier die Devise: Finger weg! Wenn Du schon Geld beim Akku-Kauf sparen möchtest, solltest Du auf zertifizierte Produkte seriöser Drittanbieter ausweichen. Einen guten Ruf hat sich hier etwa das Unternehmen iFixit erarbeitet. Hier findest Du nicht nur Akkus und andere Ersatzteile, sondern etwa auch Reparaturanleitungen für Laptops.
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b) Alle relevanten Kosten berücksichtigen
Mit dem Kauf einer neuen Batterie ist das Laufzeitproblem Deines Notebooks noch nicht behoben. Erforderlich ist auch der Einbau. Erledigst Du den Austausch nicht selbst, kommen noch weitere Kosten auf Dich zu. Ähnlich wie beim Akku-Kauf solltest Du hier nicht auf das billigste Angebot schielen, sondern eine Fachwerkstatt beauftragen, auch wenn hier die Arbeitskosten oft etwas höher ausfallen. Das kann allerdings dafür sorgen, dass der Akku-Austausch dann doch nicht mehr wirtschaftlich ist.
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Ob Du den Akku selbst austauschen kannst, hängt allerdings nicht nur von Deinem handwerklichen Geschick, sondern auch von Deinem Laptop ab. Bei Marken wie Framework oder Lenovo lässt sich der Wechsel mit etwas Werkzeug – wie einem passenden Schraubendreher – in wenigen Minuten selbst durchführen. Andere Hersteller verkleben bei einigen Modellen die Batterien im Gehäuse. Das ist häufig bei MacBooks, aber auch bei flachen Ultrabooks oder Surface-Notebooks der Fall. Hier sollten ausschließlich Experten einen Austausch der Batterie vornehmen. Denn bei einem unsachgemäßen Vorgehen und einer Beschädigung der empfindlichen Akku-Zellen besteht ein beträchtliches Brandrisiko.