Mit dieser neuen Funktion schützt WhatsApp Deine Privatsphäre
Mit dieser neuen Funktion schützt WhatsApp Deine Privatsphäre
WhatsApp bietet nun die Möglichkeit, Benutzernamen festzulegen. Doch wie funktioniert das und welche Vorteile bietet das Feature?
Wie kann ich die neue Funktion nutzen?
Zunächst einmal muss WhatsApp das Feature für Dich freischalten. Denn bisher können zwar einige Besitzer von Android- und iOS-Geräten diese Funktion verwenden – jedoch noch nicht alle. Anscheinend schaltet der Messengerdienst die Möglichkeit, Benutzernamen zu verwenden, nach und nach frei.
Ist das Feature bei Dir bereits aktiv? Um das zu überprüfen, genügt ein Blick in Dein Profil, das Du in der Messenger-App im Bereich „Einstellungen“ findest. Taucht hier jedoch kein Feld auf, in das Du Deinen Benutzernamen eintragen kannst, musst Du noch auf eine Freischaltung bzw. die passende Aktualisierung der App warten.
Welche Vorteile bieten Benutzernamen bei WhatsApp?
Die neuen Benutzernamen sind mehr als nur eine Möglichkeit, Deinen WhatsApp-Account nach Deinen Wünschen zu individualisieren. Das Feature schützt auch Deine Privatsphäre. Du kannst so nämlich mit anderen Usern kommunizieren, ohne diesen gleich Deine Telefonnummer verraten zu müssen. Das war bisher erforderlich und kann nicht nur in Gruppen mit unbekannten Mitgliedern zum Problem werden. Auch Cyberkriminelle können die Telefonnummern für ihre Zwecke missbrauchen.
Welche Grundvoraussetzungen müssen die Benutzernamen erfüllen?
Auch wenn WhatsApp das Feature bisher nicht vollständig ausgerollt hat, sind bereits die Regularien bekannt. So muss ein Benutzername mindestens drei Zeichen umfassen und kann zudem bis zu 35 Zeichen lang sein. Erlaubt sind generell Kleinbuchstaben, Ziffern, Punkte sowie Unterstriche. Allerdings muss immer wenigstens ein Buchstabe enthalten sein.
WhatsApp möchte anscheinend einen Verweis auf Websites verhindern. So darf kein Benutzername mit der Buchstabenkombination „www“ beginnen. Auch die Verwendung von Top-Level-Domains am Ende – also „.com“ oder „.net“ – ist untersagt.
Wie lässt sich der Benutzername aktivieren?
Auch wenn der von Dir gewählte Name die oben skizzierten Voraussetzungen erfüllt, bedeutet das nicht, dass Du ihn verwenden kannst. Zuvor ist es nötig, ihn durch die Verbindung mit dem sogenannten Accounts Center aktivieren zu lassen. Hier verwaltet Meta Platforms – das Unternehmen hinter WhatsApp – alle Konten zentral. Dazu gehören auch die Accounts von Facebook und Instagram.
Bevor die Freischaltung über das Accounts Center erfolgt, gibt es einen Prüfprozess. So ist nicht nur ein Benutzername unzulässig, den bereits eine andere Person bei WhatsApp verwendet. Meta Platforms verbietet zudem die Verwendung bestehender Nutzernamen bei Facebook oder Instagram – es sei denn, Du bist deren rechtmäßiger Inhaber und bestätigst das.
Solltest Du den gleichen Nutzernamen bei Facebook, Instagram und WhatsApp verwenden?
Das ist eine Sache der Abwägung. Einerseits kann es – vor allem für Content Creator und Influencer – sinnvoll sein, identische Benutzernamen für verschiedene Dienste zu verwenden. Denn das erhöht den Wiedererkennungswert auf den einzelnen Plattformen.
Andererseits verzichten Nutzer dadurch auch auf einen Teil ihrer Privatsphäre. Wer seine Daten schützen und es Dritten erschweren möchte, digitale Personenprofile anzulegen, sollte besser unterschiedliche Benutzernamen verwenden. Das gilt besonders für klassische Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp.
Wie lässt sich die Kontaktaufnahme durch Unbekannte verhindern?
Apropos Privatsphäre: Du möchtest nicht, dass Dich unbekannte WhatsApp-User unter Deinem neuen Benutzernamen kontaktieren? Dann kannst Du die Funktion „Username Key“ aktivieren. Mit dieser können Unbekannte erst dann mit Dir chatten, wenn sie zuvor den richtigen vierstelligen Code eintippen. Diesen gibst Du an die jeweilige Person nur dann weiter, wenn Du eine Kontaktaufnahme wünschst. So schützt Du Dich vor Cyberkriminellen oder Nervensägen.