Gasfrei und autark aufs Klo gehen
Was hat eine Campingtoilette mit einer Mikrowelle gemeinsam? X Sani verbindet Mikrowellen-Technik mit einer autarken Toilettenlösung.
Wer vor seinem inneren Auge jetzt eine Art Hybrid aus der heimischen Küchen-Mikrowelle und dem Klo in seinem Camper gesehen hat, kann erleichtert ausatmen.
Simpel geformt, mit Bedienfeld im Deckel
Die Toilette selbst ist simpel geformt und fällt äußerlich vor allem durch das Bedienfeld im Deckel auf. Unter der Kloschüssel befindet sich ein Behälter. Der ist mit rostfreiem Stahl ausgekleidet und besitzt eine, laut Hersteller, hochwertige Keramikbeschichtung.
Das grobe Prinzip nach dem die X Sani operiert, ist bereits bekannt und bei einer sehr spezifischen Camping-Zielgruppe etabliert: von der Verbrenner-Toilette Cinderella.
Übrig bleibt ein Häufchen Asche
Statt aber – wie bei der Cinderella – mit einer Gasflamme, reduzieren bei der X Sani Mikrowellen den Inhalt des Feststofftanks innerhalb kürzester Zeit zu einem Häufchen Asche. Absolut hygienisch, sicher und leicht zu entsorgen. Temperaturüberwachung an mehreren Punkten soll langfristige Sicherheit bei der Nutzung gewährleisten. Alle Daten werden außerdem auf eine App übertragen. So hat man jederzeit im Blick was im Inneren der geheimnisvollen Mikrowellentoilette passiert.
Die Vorteile liegen auf der Hand: keine stinkenden Kassetten oder Urintanks, die alle paar Tage geleert werden möchten. Es gibt kaum einen Rest, den man noch entsorgen muss und diesen kann man problemlos in jeden Müll tun, oder sogar die Blumen damit düngen.
Frischwasservorräte werden geschont
Mit dieser Form von Toilette kann man – zumindest was die Toiletten-Entsorgungsstopps betrifft – unbegrenzt autark stehen. Auch die Frischwasservorräte werden geschont, da man kein Spülwasser benötigt und da man ohne Chemikalien auskommt, hält sich auch die Umweltbelastung stark in Grenzen. Einzig die Batteriekapazitäten müssen ausreichend sein, beziehungsweise nachgeladen werden.
Eine Kilowattstunde pro Kilogramm Inhalt
Die X Sani benötigt dabei pro Kilogramm Inhalt (fest und flüssig) etwa eine Kilowattstunde für die "Einäscherung". Die Spitzenlast, die das Bordnetz und die Batterie dabei auffangen müssen, liegt bei 56 Ampere, die Betriebsspannung bei 48 V, statt der bei uns üblichen 12 V oder 24 V.
Das X Sani soll dabei energiesparender operieren als die bekannte Cinderella und preislich günstiger ausfallen, wobei der genaue Preis für den deutschen Markt noch nicht feststeht. Außerdem ist das System nachrüstbar, sofern man bereit ist, Öffnungen für die Abgas- und Zugangsrohre ins Wohnmobil bohren zu lassen.
