Lädt schneller als die Werksangabe vorgibt
Toyotas neuer C-HR+ lädt im Test schneller als versprochen. Was das für Ladezeit, Reichweite und den Alltag in Deutschland bedeutet, zeigen die Messwerte.
Toyota nennt für den Toyota C-HR+ eine maximale DC-Ladeleistung, also Schnellladen mit Gleichstrom, von 150 kW. Im Messprogramm lag der Peak bei 168 kW und damit über der Werksangabe. Wichtiger als der kurze Spitzenwert ist die Wirkung auf die Strecke. Im Test reichten 18 Minuten am Schnelllader, um Energie für 200 Kilometer nachzuladen.
Für deutsche Fahrer heißt das: Ein Ladestopp bewegt sich eher in der Größenordnung einer kurzen Pause als einer längeren Wartezeit. Ob es an jedem HPC-Lader (High Power Charging, also besonders leistungsstarke Schnelllader) so läuft, hängt aber von Bedingungen wie Temperatur und Ladestand ab.
Effizienz senkt den Ladestress
Der C-HR+ fällt im Test auch durch niedrigen Verbrauch auf. Auf der Eco-Runde standen 15,3 kWh/100 km, im Testmittel 19,3 kWh/100 km. Das wirkt direkt auf den Ladealltag: Wer pro 100 Kilometer weniger Energie braucht, muss unterwegs seltener nachladen. Der C-HR+ kommt damit in Reichweitenregionen von nahezu 490 Kilometern.
In der Praxis bedeutet das für viele Pendler und Familien: Langstrecken lassen sich mit weniger Stopps planen, und die Ladepausen werden besser kalkulierbar. Die Kombination aus Effizienz und Schnellladen ist dabei der eigentliche Hebel, nicht ein Rekordwert in der Spitze.
Einordnung für den deutschen Markt
Als Kompakt-Elektro-SUV positioniert Toyota den C-HR+ zwischen bZ4X und Urban Cruiser. Preislich startet er bei 45.990 Euro. Für mehr Ausstattung und die Allrad-Topversion mit zweitem Elektromotor hinten steigt der Preis auf 53.990 Euro. Diese Variante leistet 252 kW und fährt bis 180 km/h.
Unterm Strich passt das Ladeprofil zum Anspruch eines komfortabel abgestimmten Reise-SUV. Wer in Deutschland häufig auf der Autobahn unterwegs ist, bekommt schnelle Ladefenster und durch den geringen Verbrauch eine entspanntere Routenplanung – muss den Preis aber gegen die eher schlicht wirkende Innenanmutung abwägen.
Den ausführlichen Test lesen Sie hier.
