Mini Cooper SE und Nissan Micra Electric berufen sich auf dieselbe Idee: das kleine Auto als Prinzip. Im Elektrozeitalter zeigen sie jedoch zwei völlig unterschiedliche Wege, dieses Konzept mit Leben zu füllen.
Mini Cooper SE und Nissan Micra Electric berufen sich auf dieselbe Idee: das kleine Auto als Prinzip. Im Elektrozeitalter zeigen sie jedoch zwei völlig unterschiedliche Wege, dieses Konzept mit Leben zu füllen.
Der Mini bleibt die lautere Erzählung: emotional, polarisierend und als Statement inszeniert.
„A wuida Hund isser!“ So würde man die Wildheit auf Bairisch formulieren.
1.636 Kilogramm stemmt der unbesetzte Cooper SE auf die Redaktionswaage. Beim Micra sind es 1.458 kg.
Es hilft, das gefahrene Tempo zumindest auf dem Head-up-Display vor sich zu sehen. Alternativ muss man hierfür den Blick nach rechts wenden.
Das runde OLED-Display steht im Mittelpunkt des digitalen Erlebnisraums.
Kein Schlüssel, aber so etwas in der Art und damit würdevoller als ein reiner Startknopf.
Bei weit vorgeschobenem Beifahrersitz ist im Mini Platz für den dritten Mann.
Der in der Höhe verstellbare Ladeboden gleicht die Stufe beim Umklappen aus.
Unter der Fronthaube ist kein Platz mehr fürs Ladekabel, alles voll mit Antriebstechnik.
Mit seinem bewusst inszenierten Kindchenschema verabschiedet sich der Nissan Micra vom nüchternen Image seiner Vorgänger.
271 Kilometer weit käme der Micra, sofern man den Testverbrauch als Maßstab nehmen und den Akku komplett leer fahren würde. Beim Mini wären es dann 280 km.
Fahrspaß strahlt in den Alltag aus, lässt sich entsprechend häufiger genießen.
Gute Idee: ausgelagerte Klima-Bedienung als ablenkungsarme Enklave unterhalb des Google-gespeisten Infotainments. Keine gute Idee: eckiges Lenkrad.
Per Schaltwippen lässt es sich bequem durch die Rekuperationsstufen des Nissan flippern.
Geht mal zur Not: hinten mitfahren, wenn vorne kein Zweimetermann Platz nimmt.
Störende Kanten: an der Ladewand und zu den umgeklappten Rücksitzlehnen.
Hier gilt Ähnliches wie beim Konkurrenten: Technik statt Staufach fürs Ladekabel.
Der Cooper bleibt die spektakulärere Erscheinung, der Micra das überzeugendere Gesamtpaket.