Der neue Bentley Supersports setzt auf Hinterradantrieb und elektrofreie 666 PS aus dem vier Liter großen V8.
Der neue Bentley Supersports setzt auf Hinterradantrieb und elektrofreie 666 PS aus dem vier Liter großen V8.
Jörn Thomas hat den Supersportler auf der Rennstrecke von Laguna Seca ausprobiert.
Die Corkscrew-Corner, die schwer einsehbar als Links-Rechts in die Tiefe fällt? Kein Problem für den Bentley!
300 Kilogramm mehr Anpressdruck dank diverser Aero-Anbauteile aus Carbon inklusive feststehendem Heckspoiler verbinden ...
... ihn gemeinsam mit dem Alu-Fahrwerk mit der Piste.
Bentley belässt es bei der Einkammer-Luftfederung mitsamt Zweiventil-Dämpfern, die Zug- und Druckdämpfung getrennt regeln. Hinzu kommt die bekannte 48-Volt-Wankstabilisierung.
Der vier Liter große Crossplane-V8 mit verstärktem Kurbelgehäuse, modifiziertem Kopf und größeren Turboladern stammt aus dem Konzernregal (Porsche).
Er verzichtet komplett auf E-Unterstützung und erarbeitet sich seine 666 PS allein durch die Verquickung von Luft und Benzin.
Tief und bassig grollend rollt die auf maximal 800 Newtonmeter gebettete Powerwelle an, entfaltet sich fett durch die Mitte, dreht freudig obenraus.
Mit einem Gewicht knapp unter zwei Tonnen bleibt der Supersports knapp eine halbe Tonne unter dem Continental GT.
Optisch bleibt er zwar Gentleman, aber sportlicher angezogen als der Standard-GT ist er allemal.
Der Supersports rollt auf geschmiedeten und gefrästen 22-Zoll-Rädern. Standard sind Pirelli P-Zero, hier jedoch steigern die optionalen Trofeo RS die Dynamik beträchtlich.
Auch innen bleibt es bei der britischen Noblesse der Continental-Baureihe.
Nur eben garniert mit großflächig eingesetztem Carbon.
Der Fahrer lümmelt in bequemen Sportsitzen.
Rücksitze gibt es nicht, sie flogen zugunsten eines geringeren Gewichts raus.
Genau wie der Modellname "Continental" übrigens. Das Auto heißt schlicht "Supersports".
Der Supersports bleibt Gentleman und macht es seinem Fahrer leicht, das Potenzial zu genießen, meint Jörn Thomas.