Der Elektro-Van von Kia ist einer der ersten im Transporter-Segment, der vom Start weg als reines E-Fahrzeug entwickelt und konstruiert ist.
Der Elektro-Van von Kia ist einer der ersten im Transporter-Segment, der vom Start weg als reines E-Fahrzeug entwickelt und konstruiert ist.
Einer der Vorteile dieser Strategie ist, dass Kia auf der Skateboard-Plattform eine Vielzahl von Aufbauten realisieren kann und dabei echte Vorteile bei der Raumnutzung erzielt.
Oder, einfach ausgedrückt: Für die kompakten Abmessungen ist ganz schön viel Platz im Kasten.
Als wäre das nicht schon genug Herausforderung für Modelle wie zum Beispiel die technisch etwas angejahrten Stellantis-Transporter, schockt Kia die Konkurrenz auch noch mit Kampfpreisen unter 40.000 Euro.
Selbst mit der großen der beiden verfügbaren Batterien (71,2 kWh, stets verheiratet mit der 163 PS-Maschine) startet der PV5 bei unter 44.000 Euro (36.810 Euro netto).
Unser vollausgestatteter Testwagen (Elite für 45.400 Euro) verfügte über die unbedingt empfehlenswerte Wärmepumpe (900 Euro) und die praktische zweite seitliche Schiebetür (500 Euro).
Verzichtbar, aber hübsch anzusehen sind die optionalen Leichtmetallräder und die Metallic-Lackierung.
Mit 1,92 Meter Höhe kommt der PV5 in nahezu jedes Parkhaus.
Am Heck lassen sich die beiden Türen auf Knopfdruck ganz zur Seite aufklappen, Stapler-Fahrern gefällt das.
Ein Extra-Lob gibt es für die sehr niedrige Ladekante (41 Zentimeter),...
... eine Rüge dagegen für die voluminöse Schließe an der Laderaum-Oberkante. Deren Kopfnuss-Gefahr reduziert auch die auffällig gelbe Lackierung mit Reflektor nicht, das gehörte (mehrfach) zum unangenehmen Teil der Testerfahrungen.
Ab der Plus-Ausstattung ist eine Steckdose im Laderaum Serie.
Der robuste Laderaumboden kostet Aufpreis.
In der Bedienung bietet der PV5 ein Mittelding aus Schrulligkeiten und guten Lösungen. Zur ersteren Kategorie zählt der hinter dem Lenkrad nur zu ertastende Startknopf im Fahrstufen-Hebel.
Wiederum gut gemacht ist das Abstellen der übereifrigen Spurkontrolle und des nicht immer treffsicheren Geschwindigkeitswarners über Lenkrad-Schalter.
Die Freisprechanlage ist serienmäßig.
Extra-Lob gibt es für die bequeme Armablage in der Tür, zur Innenseite gibt es eine klappbare Armlehne.
Die Bedienung der Klimaanlage über kleine Felder im Touchscreen ist keine gute Lösung.
Im Fußraum gibt es "Geheimfächer" als zusätzlichen Stauraum.
Ein zusätzliches Ablagefach liegt hinter dem Lenkrad.
Fahrersitz mit klappbarer Armlehne.
Dass man nicht in einer Elektro-Limousine sitzt, wird allerdings bei flotten Kurvenmanövern deutlich, wenn Wankbewegungen und Seitenneigung schnell klarmachen, dass der PV5 nicht für Sportfahrer, sondern als nützlicher Transporter entworfen wurde.
Für diese Verhältnisse sind allerdings die Fahrleistungen recht munter. In 4,4 Sekunden beschleunigt der Kasten aus dem Stand auf Tempo 60; bis die 100-km/h-Marke fällt, vergehen lediglich 9,5 Sekunden.
Die Sitz-Situation ist weit komfortabler, als man das von einem zweisitzigen Transporter mit Trennwand erwarten möchte.
Dabei können sich sowohl kleinere Personen als auch Zwei-Meter-Männer bequem einrichten, wozu auch das relativ kompakte und handliche Lenkrad beiträgt.
Ladepad und mehrere Steckdosen in der Mittelkonsole.
Eine zusätzliche Schublade in der Mitte gibt es außerdem.
Weitere Ablagen mit Cupholder in der Mittelkonsole.
Die fahrerseitige Schiebetür kostet Aufpreis.
Der PV5 ist ein "Nasenlader", an den meisten Ladepunkten ist das ein Vorteil.
Die Funktion für Apple Carplay und Android Auto bringt der PV5 serienmäßig mit.
Die Menüstruktur und Funktionsauswahl ist leider etwas kleinteilig und umständlich.
Über einen eigenen Unterordner lässt sich unter anderem die Batterie für Schnelllader vorbereiten.
Das Instrumentendisplay wirkt zwar in der Größe und der Info-Vielfalt etwas reduziert, ist jedoch sehr übersichtlich und schnell ablesbar.