Mitte Mai geht es endlich los
Im Januar wurde die Förderung für neue Elektroautos und neue Plug-in-Hybride vorgestellt. Nur beantragt werden kann sie noch nicht. Das soll sich voraussichtlich noch im Mai ändern, sagt Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) im Interview.
Warum kann die Elektroauto-Förderung noch nicht beantragt werden, woran hakt es?
Wir sind im Zeitplan: Im Januar habe ich die E-Auto-Förderung vorgestellt. Schon da war klar, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anträge voraussichtlich im Laufe des Monats Mai stellen können. Die Abstimmung in der Bundesregierung ist abgeschlossen. Aktuell ist die Richtlinie noch beim Bundesrechnungshof zur Prüfung. Für den Bund ist das übrigens Pionierarbeit: Das wird das erste rein digitale Antragsverfahren in dieser Größenordnung.
Die Zahl der Elektroauto-Neuzulassungen ist im März stark gestiegen, auch bei den gebrauchten reinen E-Autos gab es wegen der hohen Spritpreise einen kräftigen Schub. Brauchen wir die Prämie überhaupt noch?Die neuen Zahlen aus dem März machen wirklich Laune: Von 46.000 neu zugelassenen E-Fahrzeugen im Februar auf 70.000, das ist mehr als ordentlich. Fast jede vierte Neuzulassung war ein E-Auto. Das zeigt, dass das Förderprogramm bereits anfängt zu wirken. Die soziale Staffelung hilft offenbar mehr Menschen beim Umstieg auf die E-Mobilität. Gerade jetzt, wo die Kraftstoffe so teuer sind, braucht es diese Prämie.
Bisher gewähren nicht alle Hersteller eigene Nachlässe. Sind Sie mit dem Engagement der Industrie zufrieden?Ich sehe viel Unterstützung. Wie die Industrie sich engagiert, ist ihre Entscheidung. Die Hersteller haben ja nicht zuletzt wegen der EU-Flottenregulierung ein eigenes Interesse, viele E-Autos auf den Markt zu bringen. Von dieser Dynamik, die durch die Förderung verstärkt wird, werden viele Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren.
Das bleibt alles so, wie im Januar angekündigt. Ich habe viel positives Feedback für die soziale Staffelung bekommen. Die Bundesregierung ist sich da einig.
Haben Sie noch einen Tipp für Leute, die jetzt bald ihre Anträge auf Förderung stellen möchten?Weil der ganze Prozess digital ist, braucht man für den Antrag zuerst ein Konto bei der BundID. Das geht ziemlich einfach, mit Personalausweis und Ausweis-App auf dem Handy sowie der dazugehörigen PIN. Den Brief mit der PIN haben vielleicht nicht alle sofort parat. Das kann man also jetzt schon vorbereiten. Alternativ kann man das BundID-Konto mit einem ELSTER-Zertifikat anlegen. Das hat man, wenn man eine Steuererklärung schon mal digital abgegeben hat. Wenn man dann auch noch die Dokumente wie die Kindergeldbescheinigung als PDF hat, ist man bestens vorbereitet.
