Mehr Technik für den Transporter
Jetzt wird noch einmal nachgeschärft, denn neben dem elektrischen Trafic soll die bewährte Verbrenner-Baureihe bis auf Weiteres im Programm bleiben.
Renault modernisiert den Trafic mit überarbeiteter Lenkung, größeren Bremsen, neuen Assistenzfunktionen und einem 10-Zoll-Touchscreen.
Der Trafic, nicht zu verwechseln mit dem neuen Renault Trafic E-Tech, hat im Modellprogramm der Franzosen die längste Dienstzeit auf dem Buckel. Die dritte Generation des mittelgroßen Transporters im VW T6-Format ist immerhin bereits seit 2014 am Start, das letzte große Facelift gab es 2021.
Jetzt wird noch einmal nachgeschärft, denn neben dem elektrischen Trafic soll die bewährte Verbrenner-Baureihe bis auf Weiteres im Programm bleiben. Die Überarbeitung bringt eine neue elektrische Servolenkung, eine leistungsfähigere Bremsanlage, zusätzliche Sicherheitsfunktionen und ein modernisiertes Infotainmentsystem.
Leichter lenken
Die neue elektrische Servolenkung soll den Kraftaufwand beim Rangieren und bei langsamer Fahrt reduzieren. Gerade im Stadtverkehr und beim Einparken soll sich der Transporter dadurch leichter manövrieren lassen. Zugleich hat Renault die Lenkungsabstimmung überarbeitet. Die Mittellagenstabilität wurde verbessert, damit das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten auf gerader Strecke ruhiger seine Spur hält. Auch die Zahl der Lenkradumdrehungen zwischen den Anschlägen wurde angepasst.
Die Bremsanlage erhält ebenfalls eine Überarbeitung. An der Vorderachse kommen künftig Bremssättel mit zwei Kolben zum Einsatz. Zudem wachsen die Bremsscheiben von bislang 296 × 28 auf 320 × 30 Millimeter. Renault verspricht dadurch einen geringeren Pedalkraftbedarf und einen gleichmäßigeren Bremskraftaufbau. Die Dosierbarkeit der Verzögerung soll sich damit verbessern.
Alles im Blick
Rückfahrkameras sind künftig in allen Modellvarianten serienmäßig an Bord. Sie sollen das Rangieren erleichtern und insbesondere in engen Straßen, auf Baustellen und beim Einparken für bessere Übersicht sorgen.
Im Innenraum des Trafic Van verwendet Renault einen neuen dunkelgrauen Stoffbezug mit blauen Kontrastnähten. Das Material soll widerstandsfähiger gegen Verschleiß sein und damit den Anforderungen im gewerblichen Einsatz besser entsprechen. Ergänzend führt der Hersteller neue 17-Zoll-Stahlräder ein. Dazu kommen aerodynamisch gestaltete Radzierblenden, die einfarbig oder zweifarbig ausgeführt sind.
Größerer Schirm
Das Infotainmentsystem erhält einen zentralen Touchscreen mit zehn Zoll Bildschirmdiagonale, zwei Zoll mehr als bisher. Gleichzeitig hat Renault die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems nach eigenen Angaben verdoppelt. Das OpenR-Link-System wird in zwei Ausführungen angeboten: Eine Variante verzichtet auf eine integrierte Navigation, während die zweite Navigation und den Zugriff auf Apps umfasst. Beide unterstützen die kabellose Einbindung von Smartphones über Apple CarPlay und Android Auto. Für die Navigation verwendet Renault künftig Kartendaten von HERE anstelle von TomTom.
Im Trafic Van kommen außerdem zusätzliche USB-C-Anschlüsse hinzu. Fahrzeuge mit zweiter oder dritter Sitzreihe erhalten vier Anschlüsse je Reihe. Die Ladeleistung beträgt bis zu 80 Watt, sodass sich auch Notebooks mit Strom versorgen lassen. LED-Beleuchtung gehört nun sowohl im Innenraum als auch im Laderaum zur Serienausstattung. Das soll insbesondere beim Be- und Entladen bei schlechten Lichtverhältnissen helfen.
Bewährte Basis
Die Modellpalette umfasst weiterhin zwei Fahrzeuglängen, L1 und L2, sowie ein manuelles Getriebe oder ein Neungang-Doppelkupplungsgetriebe. Neben dem Transporter sind unter anderem Doppelkabinenvarianten, Pkw, rollstuhlgerechte Ausführungen und das Freizeitmodell Escapade vorgesehen. Voraussichtlich – hier hat Renault noch keine Infos geliefert – bleibt es auch bei den vier verfügbaren Dieselmotoren von 110 bis 170 PS. Preise für den neuen Jahrgang gibt es ebenfalls noch keine, aktuell startet der Trafic bei 38.734,50 Euro.
