Mit vielfältigen Möglichkeiten bei nur begrenzten Abmessungen erweisen sich Kompaktvans mit knausrigen Dieselmotoren als echte Familienfreunde.
Mit vielfältigen Möglichkeiten bei nur begrenzten Abmessungen erweisen sich Kompaktvans mit knausrigen Dieselmotoren als echte Familienfreunde.
VW Touran, Mazda 5, Ford C-Max und Opel Zafira werben um die Gunst der Kunden.
Kompaktvans mit gleichem Format, aber ...
... verschiedenen Raumkonzepten und ...
... individuellen Familiengesichtern.
Testkandidat ist der Touran mit dem 2.0 TDI in der Trendline-Ausstattung.
VW verlangt für einen Partikelfilter noch immer happige 575 Euro extra.
VW berechnet für zwei zusätzliche versenkbare Einzelsitze im Touran 685 Euro extra.
Dafür kann der Touran drei nahezu gleichwertige Fond-Sitze vorweisen.
Sind in der dritten Sitzreihe alle Plätze mit erwachsenen Mitfahrern besetzt, herrscht zwar auch hier drangvolle Enge, allerdings weit weniger als bei den drei anderen Kandidaten.
In der Zuladung ist der VW mit 638 Kilogramm ohnehin Spitze in diesem Test.
Der Touran überzeugt mit präziser Lenkung, gutem Handling und sicherem Kurvenverhalten.
Der rustikale, aber durchzugsstarke Pumpe-Düse-Diesel trägt zwar akustisch wenig dazu bei, gibt aber ansonsten wie die Sechsgang-Schaltung wenig Anlass zur Kritik.
Der klappbare Beifahrersitz erlaubt den Transport schmaler und sogar mehr als zwei Meter langer Gegenstände.
Aufwendig und durchdacht ist der Klappmechanismus der Touran-Sitze.
Nützliche Ablagefächer unter der Laderaumabdeckung.
Von Opel tritt der Zafira mit dem 1.7 CDTi in der Editions-Ausstattung an.
Beim Opel Zafira ist das Flex-7-System mit zwei im Boden versenkbaren Einzelsitzen bereits in der Grundausstattung an Bord.
Dass das Opel-System allmählich in die Jahre kommt, zeigt sich an der einteiligen und zudem schwer zu bewegenden Sitzbank, die eine gemischte Nutzung im Fond verhindert.
Der Zafira bietet einen maximal 1.820 Liter großen Laderaum, ...
... der allerdings im Gegensatz zur bescheidenen Zuladung von nur 475 Kilogramm steht.
26.020 Euro ist der Grundpreis für den Opel.
Mit einem Bremsweg von 39 Metern aus 100 km/h liegt er auf dem Niveau der Konkurrenten.
Bei der Fahrdynamik zeigen sich keine Schwächen.
Der 1.7 CDTi mit 125 PS ersetzt, trotz kleineren Hubraum den bisherigen 1,9-Liter mit 120 PS.
Sowohl beim Normverbrauch als auch in der Testpraxis erweist sich das als erfolgreiche Strategie, zumal der Leistungsrückstand gegenüber den Rivalen kaum ins Gewicht fällt.
Zum Start bedarf es eines Knopfdrucks.
Ein paar Handgriffe zaubern zwei Zusatzsitze aus dem Laderaumboden des Zafira.
Ergonomisch ungünstig: die Parkbremse.
Auf Kurzstrecken reicht der Komfort ganz hinten durchaus auch für Erwachsene.
Ford schickt den C-Max 2.0 TDCi Titanium ins Rennen.
Ford bietet den C-Max nur als Fünfsitzer an.
Der C-Max ist von seinem ganzen Konzept eher auf den Fahrer als auf den Transport einer Großfamilie zugeschnitten.
Mit einer Länge von 4,37 Metern ist der Ford am kürzesten.
Die Sitze lassen sich vorklappen oder komplett ausbauen, was allerdings beim Mittelsitz eine reichlich rückenunfreundliche Fummelei ist.
Mit 436 kg wartet der Ford mit der geringsten Zuladung auf.
Sowohl leer als auch beladen zeigt er sich als leichtfüßiger Kurvenkünstler mit erstaunlichem Federungskomfort.
Der drehfreudige Zweiliter-Diesel ist dazu eine nahezu ideale Ergänzung.
Lediglich der lange Bremsweg auf unterschiedlich glatter Fahrbahn trübt das positive Gesamtbild, denn mit 145 Metern enttäuscht der C-Max.
Der mittlere Fondsitz im C-Max erfüllt genauso Alibi-Funktion...
... wie die billige Gepäckraumabdeckung.
Letzter Kandidat ist der Mazda 5 2.0 MZR-CD in der Top-Ausstattung.
Die dritte Sitzreihe gehört beim Mazda 5 zum 850 Euro teuren Travel-Paket oder ist serienmäßig bei der Top-Ausstattung an Bord.
Mit 4,50 Meter Länge ist der Mazda 5 der Längste.
In der zweiten Reihe glänzt er mit längs verschiebbaren Einzelsitzen, wobei allerdings das schmale Mittelteil mit dem linken Außensitz verbunden ist.
Die Plätze ganz hinten sind eher Notsitze.
Federung und Dampfung sind komfortorientiert ausgelegt, was bei schnellen Ausweichmanövern unangenehme Karosseriebewegungen nach sich zieht.
Trotz seiner etwas gefühllosen Lenkung bleibt er aber insgesamt gut beherrschbar
Den höchsten Testverbrauch erzielt der Mazda und ansonsten fällt der 143 PS-Motor durch spürbares Anfahrruckeln auf.
Die zu enge Anordnung von Gas- und Bremspedal ist extrem störend. Immer wieder hatten selbst Fahrer mit schmalem Schuhwerk beim Pedalwechsel Probleme.
Der schmale Mittelsitz lässt sich unters Polster des Linksaußen klappen.
Die Schiebetüren im Mazda 5 erleichtern den Einstieg hinten.