Im Herbst sind die Straßen oft nass und voller Laub, dazu
frischt der Wind wieder auf und wird häufig zum Sturm. Mit diesen
Tipps und Tricks sind Sie auch bei Wind und Wetter auf der sicheren
Seite.
Meiden Sie baumreiche Straßen, sobald ein Sturm im Anmarsch ist.
Schon ab Windstärke fünf sollten Sie Vorsicht walten lassen, denn
ein abgerissener Ast kann schnell auf dem Auto landen. Am besten
schon vor Fahrtantritt über die Strecke informieren.
Ab Windstärke elf und angesagtem schweren Sturm oder Orkan
sollten Sie dann besser gar nicht mehr ins Auto steigen. Die
Gefahr, dass etwas passiert, ist sehr groß.
Gehen Sie vom Gas. Erhöhte Geschwindigkeit bringt Sie bei
Sturmböen in Schwierigkeiten. Bei niedrigem Tempo können Sie viel
leichter darauf reagieren und beispielsweise gegensteuern.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie sich auf Brücken
befinden, aus Tunnels fahren oder eine Waldschneise passieren. Hier
kann der Wind unvermittelt von der Seite blasen. Auf gefährliche
Stellen weist oft ein Windsack oder Verkehrsschild hin.
Beim Überholen von Lastwagen oder Bussen sollten Sie beachten,
dass das Auto schon beim Eintauchen in den Windschatten des großen
Fahrzeugs die Richtung ändert. Beim Herausfahren werden Sie
wiederum voll vom Seitenwind erfasst - bei Sturm umso mehr.
Achten Sie auch auf andere Verkehrsteilnehmer. Diese können bei
schlechtem Wetter ganz anders reagieren, als Sie es erwarten
würden. Deswegen: Beide Augen auf die Straße richten.
Ebenso sollten Sie das Lenkrad immer mit beiden Händen
festhalten, um eine bessere Kontrolle zu haben, falls zum Beispiel
eine Böe kommt. Ablenkungsquellen wie die Freisprechanlage Ihres
Smartphones oder laute Musik sollten Sie dagegen ausschalten.
Ein weiterer Risikofaktor bei Sturm sind Fahrradträger oder
Dachboxen. Sie vergrößern die Angriffsfläche für den Wind und
verstärken dessen Wirkung. Größere Fahrzeuge können dadurch sogar
umkippen.
Problematisch ist auch die herbstliche Nässe. Sie sorgt dafür,
dass die Autofahrt mitunter eine Rutschpartie wird. Dazu kommt auf
dem Land das "Bauernglatteis", also durch Land- und Forstwirtschaft
verschmutzte Straßen, die bei Nässe rutschig werden.
Es kommt im Laufe des Herbstes meist zum ersten Frost oder sogar
Schnee. Damit Sie hier auf der sicheren Seite sind, ziehen Sie am
besten schon im Oktober die Winterreifen auf und packen den
Eiskratzer ins Auto.
Gefährlich wird es auch bei Starkregen. Zum einen durch
Aquaplaning, zum anderen durch Überflutung von Straßenabschnitten
und Unterführungen. Wenn Sie nicht abschätzen können, wie tief das
Wasser ist, drehen Sie lieber um und suchen einen Umweg.
Nach dem Sommer kommt auch der Nebel zurück, gerade in den
Morgen- und Abendstunden. Ab 50 Metern Sicht sollten Sie die
Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer drosseln und die
Nebelschlussleuchte sowie Nebelscheinwerfer anschalten.
In der Dämmerung und Nacht kommt es wieder zu verstärktem
Wildwechsel. Wenn das entsprechende Straßenschild aufgestellt ist,
sollten Sie sehr aufmerksam fahren. Ist ein Tier auf der Straße,
gilt: Fernlicht aus, Hupen und runter vom Gas.