Ab sofort trägt der Porsche 911 Carrera S (991 II) keinen Saugmotor, sondern ein Biturbo-Aggregat im Heck. Wie schlägt sich der Revolutions-Carrera gegen den Mercedes-AMG GT? Wir verraten es Ihnen im Test.
Ab sofort trägt der Porsche 911 Carrera S (991 II) keinen Saugmotor, sondern ein Biturbo-Aggregat im Heck. Wie schlägt sich der Revolutions-Carrera gegen den Mercedes-AMG GT? Wir verraten es Ihnen im Test.
Was ein geiler Anblick: AMG-Keramik-Verbundbremsanlage und Elfer-Heck.
Ein Bild mit Symbolcharakter? Kann der neue Turbo-Elfer den AMG GT in Hockenheim hinter sich lassen?
Beide bringen beste Voraussetzungen mit zum Test. Auf der einen Seite der rote Sportwagen mit Biturbo-V8, auf der anderen der gelbe Sportler mit Biturbo-Boxer.
Beide werden per Siebengang-PDK geschaltet.
Im Sport-Plus-Modus lässt man das PDK lieber eigenmächtig hoch- und runterschalten. Die Getriebeelektronik schaltet beim dynamischen Anbremsen auf der Rennstrecke mit automatischem Zwischengas punktgenau einen Gang runter ...
...und anschließend beim Herausbeschleunigen zum idealen Schaltzeitpunkt wieder hoch.
1.09,8 Minuten: Mit dieser phänomenalen Rundenzeit in Hockenheim lässt der Turbo-Carrera alle Kritiker verstummen.
Selbst der 911 GT3 liegt mit 1.09,5 min nicht weit weg.
Leon Goretzka (Schalke 04) - Gehalt 2017/2018: 3 000 000,00 € - Auto: Mercedes-AMG GT - Preis: 117 935,00 € - Spielminuten, um Auto abzuzahlen: 77,96 Min.
...drückt sein kleinerer Bruder beim Herausbeschleunigen etwas mehr mit dem Heck. Das einsetzende Leistungsübersteuern ist jedoch gut beherrschbar - Fahrspaß pur.
In Hockenheim muss der Mercedes-AMG GT zurückstecken. 1.10,6 Minuten reichen nicht aus, um dem Elfer das Wasser zu reichen.
Selbst ist der Tester: Christian Gebhardt misst den Reifendruck des AMG GT.
Die ABS-Regelung im Porsche arbeitet feinfühliger und noch besser dosierbar als im GT.
Nicht nur auf der Rennstrecke hat der Porsche 911 Carrera S 991 II in puncto Verzögerung die Nase leicht vor dem GT. Auch wenn der AMG sein Gewicht von 1.642 Kilo recht gut verheimlichen kann, fühlt sich der 911 nicht nur subjektiv leichtfüßiger an, sondern ist es mit 1.509 Kilo auch.
PDCC-Wankausgleich mit PASM-Sportfahrwerk (minus 20 mm), erstmals mit der aus dem "echten" 911 Turbo und den GT3-Modellen bekannten Hinterachslenkung, Keramikbremsanlage - ...
...der neue Carrera S ist mit sämtlichen, Querdynamik-förderlichen Sonderausstattungen bewaffnet, die in der Optionsliste erhältlich sind.
Der Carrera S 991 II steht auf 20 Zöllern.
Der Carrera-Turbo geht verdammt gut. Aber wir vermissen das Saugerkreischen schon ein wenig.
Anfahrschwäche, Turboloch - alles Quatsch: Dieses moderne Biturbo-Triebwerk hängt spontan und aufgeweckt am Gas.
Anders als im 510 PS starken Topmodell GT S soll der Vierliter im GT ohne S offiziell 462 PS leisten. Unser Leistungsprüfstand notiert 511,4 PS und 622,3 Nm. Da steht aber einer gut im Futter.
Vorne trägt der AMG GT 19 Zoll große Felgen, hinten 20.
Der AMG gewinnt den Soundwettbewerb: Grollendes, bassiges V8-Hämmern unter Volllast wechselt sich mit frechen Auspuffrotzern bei Schaltvorgängen oder Gaspedallupfern ab. Ein grandioses Konzert!
Bekanntes und Neues im 991: Perfekte Schalensitze, neues PCM und Optionslenkrad mit Mode-Schalter.
Auf Knopfdruck wird der Antriebsstrang 20 Sekunden lang für bestmögliches Ansprechverhalten, beispielsweise bei Beschleunigungsvorgängen, konfiguriert.
Die Sitzposition im Elfer ist etwas höher als im GT.
3,7 Sekunden auf 100 km/h, 13,0 Sekunden auf Tempo 200. Wow, im letzten Vergleichstest nahm sich der Saugerabschieds-991-Carrera-GTS mit 430 PS für die gleichen Disziplinen 4,4 respektive 14,9 Sekunden Zeit.
Das PCM-Infotainment-System modernisierte Porsche.
Das Automatikgetriebe arbeitet hervorragend.
Außergewöhnliches Interieur im Mercedes-AMG GT, aber zu weit hinten platzierter Getriebewählhebel.
Die Sitzposition ist hingegen formidabel.
Topspeed im AMG GT: 304 km/h. Der Elfer läuft zwei km/h schneller.
Carrera S und AMG GT bei der Leistungsmessung.
Messdiener in Aktion: Da war mit dem 2D-Messgerät noch alles in Ordnung. Später streikte es.
Der neue 911 Carrera S ist mal wieder der allerbeste Carrera S aller Zeiten. Der Wandel zum Turbomotor und neue Dynamik- Features wie die Hinterachslenkung bringen ihn leistungsmäßig messbar weiter nach vorne.
Hier noch das Schaubild der Leistungsmessung.