Zwei Mittzwanziger blicken zurück auf die Familienautos ihrer Kindheit: Ford Sierra und Opel Vectra.
Zwei Mittzwanziger blicken zurück auf die Familienautos ihrer Kindheit: Ford Sierra und Opel Vectra.
An den beiden Limousinen haftete immer ein wenig das Image des spießigen Altherrenautos.
Vor dem Elternhaus von Redakteur Michael parkten Modelle aus Rüsselsheim, sein erstes Auto war ein Corsa.
Testerin Franziska wurde in einem Ford-Haushalt groß, fährt heute Fiesta.
Der Ford Sierra wartet mit einem Vierzylinder-Reihenmotor auf.
Auch der Vectra besitzt den Vierzylinder-Reihenmotor.
Bei beiden Modellen liegt die Höchstgeschwindigkeit ungefähr gleich. Der Opel kommt bis zu 198 km/h, der Ford bis zu 190 km/h.
Der Ford Siesta setzt auf Hinterrad-Antrieb.
Ab 1990 tönte Ford die Rückleuchten schwarz. CLX hieß damals die Basisausstattung des Sierra.
Im Motorraum der blauen Limousine werkelt anspruchsvolle Technik: ein Zweiliter-DOHC-Motor mit 120 PS.
Kurven durchfährt der Opel leicht untersteuernd. Die Lenkung hinterlässt dabei einen etwas zu leichtgängigen Eindruck.
Beim Opel Vectra gab es erstmalig einen Allradantrieb mit Visco-Kupplung als Sonderausstattung.
115 PS leistet das Zweiliter-Aggregat im Vectra.
Im Gegensatz zum Sierra setzt der Vectra auf einen Vorderradantrieb.
Auch beim maximalen Drehmoment unterscheiden sich die beiden Familienautos wenig (Vectra: 170 Nm bei 2.600/min; Sierra: 171 Nm bei 2.500/min).
Luxus sucht man im verschachtelten Amaturenbrett vergebens.
Servolenkung, Drehzahlenmesser und Zentralverriegelung sind beim Sierra mit an Bord.
Die Stoffe im Innenraum: eher einfach.
Fünf Gänge bietet der Sierra seinem Fahrer.
Die Außenfarbe: Platinmetallic.
Das Cockpit zeigt sich wie die restliche Karosserie schlicht und klar gestaltet.
Von 0 auf 100 km/h benötigt der Vectra 10,5 Sekunden.
Vom elektrischen Fensterheber, Kassettenradio, elektrischer Antenne bis hin zu vier Kopfstützen sind zahlreiche Komfortextras verbaut.
Die grauen Velourssitze im Vectra CD sehen aus wie neu. Kein Wunder: Der Test-Opel ist nur 33.000 Kilometer gelaufen.
Die hinteren Radläufe sind bei beiden Modellen ...
... anfällig für Rost.
In Blaumetallic wirkt der Ford Sierra frischer als der Opel Vectra. Dessen Platinmetallic sieht recht bieder aus.
Die erste Vectra-Generation bietet viel Platz und solide Technik. Doch Anfang der 90er regierte bei Opel der Rotstift. Die Folge: Verarbeitungsmängel und wenig Rostvorsorge. Aber: der Vectra ist günstig und lässt sich einfach reparieren.
Der Sierrra gilt als problemloses Alttagsauto - auch im Youngtimer-Alter. Er bietet anspruchsvolle Technik mit Heckantrieb und DOHC-Motor zum günstigen Preis. Fällige Reparaturen sind einfach zu erledigen. Nur Rost ist ein Thema.
FAZIT: Die braven Limousinen überzeugen mit inneren Werten. Sierra und Vectra bieten ...
... viel Platz und mit Motoren um 120 PS ansprechende Fahrleistungen. Heckantrieb und die knackige Schaltung sprechen für den Ford.