Der VW Scirocco R tritt nach seinem Facelift erstmals wieder gegen den Renault Mégane R. S. und Opel Astra OPC an.
Der VW Scirocco R tritt nach seinem Facelift erstmals wieder gegen den Renault Mégane R. S. und Opel Astra OPC an.
Wer macht das Rennen im Vergleichstest?
Der VW Scirocco R kommt mit 280 PS und 350 Nm daher.
Optisch ist das Facelift der dritten Scirocco-Generation ja gelungen, doch dem Fahrverhalten der R-Version merkt man sein Alter vor allem im Grenzbereich deutlich an. Andere Kompaktsportler können da mehr.
Der VW-Kompaktsportler schnalzt in 6,4 Sekunden auf 100 km/h - und verfehlt die Werksangabe damit um 0,7 Sekunden.
Der Zweiliter-Reihenvierzylinder-Turbo bringt es im Opel Astra OPC auf 280 PS.
Mit 1.553 Kilo wiegt der Astra 144 Kilo mehr als Mégane oder Scirocco, dadurch kann auch der 280-PS-Turbo nicht wirklich mit Durchzug glänzen.
In 6,7 Sekunden geht es auf Landstraßentempo. Im OPC-Modus rollt der Astra im Grenzbereich nur wenig, und die Seitenneigung bleibt gering.
Dank gutem Pedalgefühl und feiner ABS-Regelfrequenz können mit der Brembo-Anlage präzise Bremspunkte gesetzt werden. Dadurch lässt sich der Opel Astra OPC trotz seines Gewichts überraschend motiviert in die Kurve reinbremsen.
Der Renault Mégane R.S. mit 265 PS bietet für einen Grundpreis von 27.950 Euro viel Sport für verhältnismäßig kleines Geld.
Rennstreckenfans müssen ihn für seinen Old-School-Charakter ohne Weichspüler einfach lieben.
Kein anderer Kompaktsportler tritt so kompromisslos auf.
Für den Renault Mégane R. S. lohnt es sich, die Konfession zu wechseln – von Hecktriebler zu Vorderradantrieb.
Der Zweiliter-TSI im VW Scirocco R zeigt sich durchzugfreudig. Die 200-km/h-Marke knackt der Kompaktsportler in 22,7 Sekunden.
Der Turbomotor lässt den Astra OPC in 26,4 Sekunden auf 200 km/h rennen.
Trotz der schwächeren Leistungsausbeute macht der Mégane R.S das besser (23,8 Sekunden) - unter anderem dank des geringeren Gewichts.
Stets bemüht: Auf der Rennstrecke fällt die unharmonische ABS-Regelung des Scirocco R negativ auf.
Neu gestaltete Bi-Xenon-Scheinwerfer und eine modifizierte Schürze kennzeichnen die Front des Scirocco-Facelifts.
Auch die Heckschürze wurde überarbeitet.
Sehr gut: Der Astra OPC glänzt im Grenzbereich mit fein abgestimmtem ABS und sehr guter Traktion.
Der Astra OPC bläst durch zwei Öffnungen, die einen kleinen Diffusor flankieren.
Perfekt: Dank der Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Bereifung überzeugt der Mégane R.S. mit noch besserem Gripniveau.
Zentraler Auspuff: So kennen wir das vom Mégane R.S.
Weiterhin überzeugend: die hochwertige Verarbeitung im Interieur des VW Scirocco R.
Die Sportsitze zeigen sich vergleichsweise weich gepolstert.
Öltemperatur und Ladedruck lassen sich über Instrumente oberhalb der Mittelkonsole ablesen.
Leichtgängig und präzise schaltbares Sechsganggetriebe.
Opel Astra: ESP deaktivieren, OPC-Taste drücken, ...
... die Beleuchtung des Kombi-Instruments wechselt von unschuldigem Weiß auf Feuerrot.
Neben der Diät sollte unbedingt ein neues Getriebe ins Lastenheft aufgenommen werden, beim schnellen Schalten hakelt das aktuelle Sechsganggetriebe extrem nervig.
Mehr Lob verdienen die bequemen Sportsitze mit gutem Seitenhalt.
Renault Mégane R.S.: Funktionelles Cockpit ohne Schalterflut.
Die perfekten Recaro-Schalensitze gibt es für 2.100 Euro Aufpreis.
Das knackige Getriebe – alles lädt hier zum Ausflug in den Grenzbereich ein.
Drehmoment, Leistung, Ladedruck und weitere Infos lassen sich bequem ablesen.
Der Mégane R.S. setzt sich gegenüber dem Astra OPC und VW Scirocco durch.
Hier die Rundenzeiten aus Hockenheim. Klar schnellster: der Renault Mégane R.S.