Facelift für den Mercedes GLE: Es ist das zweite in der Amtszeit des großen SUV.
Facelift für den Mercedes GLE: Es ist das zweite in der Amtszeit des großen SUV.
Seit Anfang 2019 ist der große SUV auf dem Markt, gut sieben Jahre also. Für viele Modelle wäre hier das Ende der Bauzeit erreicht, nicht jedoch für den M-Klasse-Nachfolger.
Der Hersteller passt den V 167 und die Coupé-Variante C 167 an die Technik und Optik der aktuellen Modellpalette an, frischt Leuchten, Grill und die Technik unter dem Blech auf.
Preise hat Mercedes noch nicht genannt. Bisher kostete der günstigste Sechszylinder, der 450-Benziner, 98.490 Euro.
Von der Seite wirkt der GLE vertraut.
Der Grill ist nun oben breiter als unten, das war vorher umgekehrt, und der Stern hat keine Streben mehr an den Seiten.
Am Heck fasst eine breite Leiste die beiden Rückleuchten zusammen.
Scheinwerfer und Rückleuchten haben eine Stern-Lichtsignatur, wie sie etwa auch an der E-Klasse zu finden ist.
Ein klassisches Facelift also, das außer einer neuen Interieurfarbe (die gibt es auch) und frischem Außendesign Technik bietet, die teilweise aus E-Klasse und S-Klasse bekannt ist, aber im GLE bisher nicht zu finden war.
Die Motoren sind stärker und sparsamer, ins Cockpit zieht der MBUX Superscreen. mit drei Displays unter einer Glasfläche. Jeder dieser Bildschirme hat eine Diagonale von 12,3 Zoll (31,2 Zentimeter).
Die mittleren Lüftungsdüsen im Cockpit sind nun oval statt eckig und in die Ambientebeleuchtung integriert.
Kein Facelift ohne neue Zierteile und Sitzmuster: Die neue Sitzgrafik hat einen 3D-Effekt und Mokassin-Nähte.
Während die 1997 präsentierte M-Klasse und der GLE bislang auch mit Vierzylindermotoren erhältlich waren, ist diese Zeit nun beim GLE vorbei. Drei Liter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe sind Standard. Die Motoren leisten zwischen 286 und 537 PS. Das gebotene Drehmoment der Verbrenner liegt zwischen 650 und 750 Newtonmeter, dazu kommen 17 kW und 205 Nm von einem Elektromotor.
Die AMG-Version ist auf den ersten Blick am Panamericana-Grill zu erkennen.
Den AMG 53 gibt es mit 48-Volt-Technologie als Mildhybrid und in einer Plug-in-Hybrid-Variante. Diese fährt bis 140 km/h weit elektrisch. Die Elektro-Reichweite im WLTP-Zyklus liegt bei rund 90 Kilometern. Serienmäßig lädt der GLE 53 Hybrid mit 11 kW, optional mit 60 kW.
In beiden Varianten steckt der Reihensechszylinder M256M Evo mit drei Liter Hubraum unter der Haube. Der Benziner leistet 449 PS und stellt 600 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Die 48-Volt-Version hat einen elektrischen Zusatzverdichter, der mit bis zu 7,5 kW boostet und einen Integrierten Startergenerator, der mit 17 kW und 205 Nm unterstützen kann. Der Plug-in-Hybrid kommt mit 135-kW-Elektromotor auf 585 PS Systemleistung und 750 Nm Systemleistung.
Ein Panorama-Schiebedach mit gut einem Quadratmeter Glasfläche und elektrischem Rollo hat ab dem Facelift jeder GLE serienmäßig.
Serienmäßig hat der GLE künftig den MBUX Superscreen mit drei Displays unter einer Glasfläche. Jeder dieser Bildschirme hat eine Diagonale von 12,3 Zoll (31,2 Zentimeter). Der Fahrer kann sich Informationen in 3D anzeigen lassen, Beifahrer während der Fahrt Videos zum Beispiel von Youtube oder Disney+ ansehen.
Praktisch: Das Lenkrad bekommt mit Wippe und Walze haptische Bedienelemente zurück. Die AMG-Variante hat zusätzlich zwei runde Bedienelemente für Fahrdynamik-Einstellungen am Lenkrad.
Laut Mercedes haben die Passagiere auf der Rückbank mehr Beinfreiheit als in einer kurzen S-Klasse: 1,045 Meter ist die Werksangabe.
Variabler als in der S-Klasse sind die Rücksitze ebenfalls: Die Lehne ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt umlegbar. Die Sitze sind optional im Verhältnis von 60:40 um 100 Millimeter in der Länge verstellbar und um 18 Grad in der Lehnenneigung verstellbar. So kann der Gepäckraum von 625 auf 825 Liter erweitert werden. Bis zu 2.060 Liter Volumen sind es, wenn die zweite Sitzreihe flachliegt.
Das Coupé nimmt ebenfalls am Facelift teil. Der Kühlergrill ist in ein Black Panel eingefasst und es gibt ein 20-Zoll-Rad mit neuem Doppelspeichen-Design. Die AMG Line ist serienmäßig.
Das flachere Heck ist nicht der einzige Unterschied des C 167 zum V 167, aber der sichtbarste. Ein sechs Zentimeter kürzerer Radstand und eine direktere Lenkübersetzung sollen das Coupé agiler ums Eck biegen lassen.
Im Coupé finden drei Personen auf der Rückbank etwas weniger Kopffreiheit vor. Eine dritte Sitzreihe gibt es hier nicht. Sportsitze sind serienmäßig.
Nach oben ist im Coupé etwas weniger Raum hinter der elektrisch aufschwingenden Heckklappe. Doch der bisherige Wert von 510 bis 1.790 Liter reicht für viele Transportaufgaben.