Ein Hyperschall-Jet für die Straße
US-Tuner und Kleinserienhersteller Hennessey Performance bringt einen neuen Supersportwagen.
Ein Hyperschall-Jet für die Straße
US-Tuner und Kleinserienhersteller Hennessey Performance bringt einen neuen Supersportwagen.
Beim Blackbird setzen die Texaner auf einen Saugmotor und mehr Reisetauglichkeit.
Als Inspiration - nicht nur beim Namen - diente der US-Langstreckenaufklärer Lockheed SR-71 Blackbird, der bis heute zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde hält.
Im Zentrum des Konzepts steht ein neu entwickelter 6,2-Liter-Hochdrehzahl-V8-Saugmotor völlig ohne Elektrifizierung. Entwicklungshelfer war hierbei die Motorenschmiede Ilmor.
Die Maximaldrehzahl liegt bei 9.000 Touren, die Leistung bei 800 bis 850 PS. Angetrieben werden nur die Hinterräder, geschaltet wird klassisch mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe.
Der trocken nur 1.360 Kilogramm schwere Blackbird spurtet in knapp 2,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 354 km/h.
Der neue Achtzylinder sitzt in einem Carbon-Monocoque in Mittelmotorbauweise. Auch die darüber gespannte Karosserie wird aus Kohlefaserlaminat geformt.
Die orientiert sich mit zahlreichen Aeroelementen und aktiven vertikalen Stabilisatoren am Heck am Design des Jets.
Ein besonderer Hingucker ist die Vierfach-Abgasanlage im Heck, die an den Überschalljet Bell X‑1 erinnern soll.
Das Cockpit wurde bewusst frei von Bildschirmen gestaltet.
Vor dem abgeflachten Sportlenkrad sitzen analoge Rundanzeigen. Der Schalthebel ragt aus einer offenen Kulisse.
Drumherum gibt es echte Schalter. Ein Infotainment-System mit Smartphone-Zugang ist verdeckt verbaut.
Gebaut werden sollen vom Blackbird maximal 71 Exemplare. Als Grundpreis werden 2,5 Millionen Dollar genannt, wobei die Steuern noch obendrauf kommen.
Premiere feiert der Hennessey Blackbird am 14. August bei "The Quail" in Kalifornien. Dort dürfen dann viele Kunden schnuppern. Kaufen können allerdings nur noch wenige, denn die Produktion, die 2029 bis 2030 erfolgen soll, ist schon zu zwei Dritteln verkauft.