Erst ein James-Bond-Stuntauto, ist dieser Jaguar C-X75 jetzt das einzige straßenzugelassene Exemplar dieser nie in Serie gefertigten Baureihe.
Erst ein James-Bond-Stuntauto, ist dieser Jaguar C-X75 jetzt das einzige straßenzugelassene Exemplar dieser nie in Serie gefertigten Baureihe.
Das Stuntcar wechselte schon im Dezember 2021 seinen Eigentümer.
Der neue Eigentümer ging zu Ian Callum - der Ex-Jaguar-Chefdesigner sollte mit seinem Team den C-X75 straßenzulassungsfähig machen.
Mit Scheren-Flügeltüren und Mittelmotor: Der C-X75 ist auch optisch spektakulär.
Unter dem Glasfenster der Heckklappe verbirgt sich ...
... der 550-PS-5,0-Liter-V8 aus dem Jaguar F-Type SVR, den dort Jaguar SVO für die Filmstunts eingebaut hat.
Wer diesen C-X75 auf der Straße sieht, hat Glück - es gibt nur einen Einzigen mit Straßenzulassung. Für den Umbau waren hunderte Modifikationen nötig.
So sollte er vor mehr als zehn Jahren in Serie gehen - jetzt gibt es doch noch ein straßenzugelassenes Exemplar des Jaguar C-X75.
Leichter, schneller, weiter: Der teure Leichtbau dient nicht nur dem Spurten, sondern auch der E-Reichweite
Alles Carbon oder was? Das mit dem Bau von 250 Exemplaren eingeplante Modell sollte der erste Jaguar mit Vollcarbon-Chassis werden.
Das automatisierte Getriebe besaß keinen Rückwärtsgang (geht rein elektrisch) und sollte im Vergleich mit einem Doppelkupplungs-Getriebe 100 Kilogramm sparen.
Die Elektromotoren sollten durch axialen Verlauf des magnetischen Flusses sehr kompakt bauen.
1,6-Liter-Vierzylinder: Eine Williams-Entwicklung, ursprünglich für die Formel 1 erdacht, mit einer Spitzenleistung wie ein Fünfliter-V8.
Turbolader: Er kam erst ab 5.000/min per Bypass zum Zug und ist rein auf Maximalleistung ausgelegt.
Exzellentes Drehmoment und Ansprechverhalten bei niedrigen Touren sollte ein Kompressor liefern.
In den Jaguar C-X75 hatten die Entwickler alles an Antriebstechnik verbaut, was derzeit hip war.
Der Hypersportwagen von der Insel sollte ein direkter Konkurrent für den Ferrari LaFerrari, Porsche 918 und McLaren P1 werden.
Was als Studie C-X75 begann, wollte Jaguar nun tatsächlich bauen. 2012 ging dann das Geld aus und das Projekt kam zum Stillstand.
Statt der Gasturbinen sollte später ein Turbo-Kompressor-Hochdrehzahl-Downsizing-Vierzylinder mit Plug-in-Hybrid für Vortrieb sorgen.
Das auf den Fahrer zugeschnittene Cockpit besteht aus einer Mischung von Aluminium-Elementen und Neopren-Bezügen.
Der Startknopf des Jaguar C-X75 befand sich unter einer formschönen Sicherheitsabdeckung.
Das Armaturenbrett des Jaguar C-X75 zierte eine handgefertigte Uhr von Bremont aus der Schweiz.
Auch wenn die Pedale nur im Verborgenen wirken, prägt auch hier edel verarbeitetes Aluminium die Bauteile.
Zwei Gasturbinen arbeiteten in der Studie noch als Range Extender, indem sie an Bord Strom erzeugten.
Inspirieren ließ sich der damalige Jaguar-Chefdesigner Ian Callum beim C-X75 von legendären Rennwagen wie den C- und D-Types der 1950er-Jahre.
Der Grundpreis eines Jaguar C-X75 sollte 2011 zirka eine Million Euro betragen.
Der Jaguar C-X75 - rundum in Kohlefaser gepackt - er sollte am Ende nicht mehr als 1.500 Kilogramm wiegen.
In drei Sekunden sollte der C-X75 auf Tempo 100 spurten.
"Leistung durch Innovation war immer schon ein Markenzeichen von Jaguar", warb der damalige deutsche Jaguar-Chef Ralf Speth.