Im November 2024 hatte die niederländische Sportwagenmanufaktur Donkervoort mit der Final Five Edition das Produktionsende des F22 eingeläutet. Mit dem Donkervoort P24 RS steht jetzt der Nachfolger in den Startlöchern.
Im November 2024 hatte die niederländische Sportwagenmanufaktur Donkervoort mit der Final Five Edition das Produktionsende des F22 eingeläutet. Mit dem Donkervoort P24 RS steht jetzt der Nachfolger in den Startlöchern.
Der P24 PS gibt sich ultrakompakt. Er ist nur vier Meter lang und 1,10 Meter hoch, dafür aber 1,91 Meter breit. Der Radstand liegt bei 2,42 Meter. Damit beansprucht er in etwa so viel Verkehrsfläche wie ein VW Polo.
Herzstück ist wie beim Vorgänger ein Hybridchassis aus Aluminium-Rohren und Kohlenstofffaserverstärkungen, insbesondere im Bereich des Motorraums, des Windschutzscheibenrahmens und der vorderen Crashstruktur.
Formal knüpft der Zweisitzer mit den freistehenden Vorderrädern an den Vorgänger F22 an. Im Fokus standen viel Abtrieb und aerodynamische Effizienz. Dennoch soll der P24 RS auch Piloten mit über zwei Meter Größe ordentlich Platz bieten.
Wer im P24 RS Frischluft genießen möchte, kann die beiden, mit zusätzlichen Spoilern bestückten Carbon-Dachelemente – auch einzeln – herausnehmen.
Als Nachfolger des Audi-Fünfzylinders fungiert ein 3,5 Liter großer V6‑Bi‑Turbomotor, dessen Basis Donkervoort von Ford bezieht.
Der Vollaluminiummotor mit Trockensumpfschmierung, Direkt- und Saugrohreinspritzung, geschmiedeten Pleuel, geschmiedeter Kurbelwelle, kugelgelagerten Spezial-Turboladern, Ladeluftkühlung, Vierventiltechnik und variabler Ventilsteuerung lässt sich für den P24 RS in drei Leistungsstufen konfigurieren.
Je nach Ladedruck (maximal 1,2 bar) leistet der Sechszylinder 400 PS und 500 Nm, 500 PS und 650 Nm oder 600 PS und 800 Nm.
Alle Karosserieelemente wurden per CFD-Konstruktion im Luftstrom optimiert, selbst der unsichtbare Unterboden trägt zusammen mit dem mächtigen Doppel-Diffusor seinen Teil zum Abtrieb bei.
Ein optionales Spoilerpaket für den Rundstreckeneinsatz, das sich mit wenigen Handgriffen montieren lässt, bringt zusätzliche Flügelelemente an der Front sowie einen aufgesetzten Heckspoiler und in Summe bis 90 Kilogramm zusätzlichen Abtrieb mit.
Zu den besonderen Features zählen beispielsweise die Frontscheinwerfer. Die sind in kleine ausklappbare Flügelemente vor den Vorderrädern integriert und lassen sich nur blicken, wenn sie auch gebraucht werden. Dann liefern die Flügel darüber hinaus noch zusätzlichen Abtrieb.
Das Tagfahrlicht und die integrierten Blinker sitzen auf der Carbonfaser-Motorhaube, während das Fernlicht im Kühlergrill geschützt ist.
Die Stopper mit Vierkolbenzangen und 330er-Scheiben vorn und 280er-Dscs hinten stammen aus dem Regal von AP Racing. Gegen Aufpreis wird eine Carbon-Keramik-Bremsanlage verbaut.
Den Fahrbahnkontakt sichern 18-Zoll-Räder vorn und 19 Zöller hinten. Über die Leichtmetallfelgen spannt Donkervort vorn 235/40er-Reifen, hinten liegt die Dimension bei 275/35.
Für den Sprint von null auf 100 hat Donkervoort zwar noch keine Zeit kommuniziert, die 200-km/h-Marke soll aber bereits nach 7,4 Sekunden fallen. Und ein Ende des Vortriebs wird erst jenseits der 300 km/h erreicht. Beeindruckend ist auch die mögliche Querbeschleunigung. Die Niederländer versprechen bis zu 2,3 g.
Das Cockpit gibt sich funktional reduziert. Das abnehmbare Lenkrad ist mit Bedienelementen für die Beleuchtung (mit Automatikfunktion), die Blinker, die Scheibenwischer, die Lichthupe, die Hupe und das Menüdisplay des Kombiinstruments ausgestattet. Ein digitales Kombiinstrument bündelt alle Anzeigen, die wichtigsten Funktionen liegen weiterhin auf Tasten und Drehreglern.
Fahrer und Beifahrer spannen Sechs-Punkt-Gurte in die schlanken Recaro-Sportsitze.
Traktionskontrolle und Dämpfereinstellungen lassen sich aus dem Cockpit heraus konfigurieren.
Gebaut werden vom Donkervoort P24 RS nur 150 Exemplare. Über 50 davon sollen schon vor der offiziellen Premiere fest an Kunden vergeben sein.
Wer also noch Interesse hat, sollte sich sputen und zudem wenigstens 298.500 Euro für einen P24 RS in der Basiskonfiguration bereithalten.
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