Dem Alfa sieht man die DTM-Verwandtschaft eher an, als dem recht bieder gezeichneten Mercedes W202.
Dem Alfa sieht man die DTM-Verwandtschaft eher an, als dem recht bieder gezeichneten Mercedes W202.
Eigenständiger Alfa-Auftritt mit flacher Nase, noch flacheren Scheinwerfern und kantiger Karosserie.
Im Alfa werkelt ein klassischer DOHC-Motor (mit Steuerkette) vor der Vorderachse mit Frontantrieb.
Der Vorgänger Alfa Romeo 75 hatte noch Hinterradantrieb - ein erster Schritt zum Abgrund - orakelten eingeschworenen Alfa-Fans Anfang der 90er.
Innen gibt es bequeme Sitze mit hochwertigem Lederbezug als Sonderausstattung.
Der verschnörkelte Alfa-Romeo-Schriftzug grüßt von der Schwellerverkleidung.
Geräumiges Cockpit mit nachgerüstetem Holzlenkrad.
Gut ablesbare Instrumente. Der Rote Bereich beginnt bei 6.300/min. 300 Umdrehungen vorher liegt die Maximalleistung von 143 PS an.
Ungewöhnlich langer Schalthebel und weit unten platziertes Autoradio.
Angedeutetes Alfa-Scudetto mit traditionellem Marken-Emblem.
Der Alfa Romeo 155 trägt 195/60 VR 14-Reifen auf den stilsicheren Leichtmetallfelgen im Vielloch-Design.
Ragt hoch auf: Öffnet man die Heckklappe kommt ein großer Kofferraum zum Vorschein. Mit 530 Litern bietet er 100 Liter mehr als der Mercedes.
Aus dieser Perspektive zeigen die beiden Limousinen ihre größten Design-Unterschiede.
Fährt wie ein großer Daimler: behäbig und etwas bemüht.
Ein Grund dafür: Der Radstand des Mercedes W202 misst 2.690 mm - 15 cm mehr als beim Alfa. Bei der Länge ragt der Mercedes nur 4 cm über den Alfa hinaus.
Macht die Fuhre nicht leichter: Elektrisch verstellbare Sitze mit unverwüstlichem Stoffbezug.
Verwirrt nicht: Typisches Mercedes-Cockpit und Mitteklkonsole mit Schaltersammlung.
Instrumente wie beim Alfa unter einer geschwungenen Haube.
Mercedes-Qualität: Die Verarbeitung des W202 übertrifft die des Alfa - die Rostanfälligkeit allerdings auch...
Viel Dekor-Holz und Schalter in der Ausstattungsversion C 180 Elegance.
Auch hinten gibt es im Mercedes C180 gut ausgeformte SItze für zwei Passagiere - und einen Notsitz in der Mitte.
Neues Designmerkmal: Die Dreieck-förmigen Rückleuchten und die nach unten zulaufende Heckklappe unterscheidet den W202 stark von seinem Vorgänger.
Da freut sich die Werkstatt: Mercedes-Radkappen mit Chromrand, farblose Blinker und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger. Die Chromleiste verziert zudem die schmalen Stoßleisten.
Der Vierzylinder-Vierventiler arbeitet unauffällig und unambitioniert.
Ganz anders war das in der DTM: 1994 fuhren dort Alfa Romeo 155, Mercedes W202 und W201 sowie Opel Calibra um die Punkte.
Dank Allradantrieb und drehfreudigem V6-Motor gewann Alfa Romeo 1993 den DTM-Meistertitel.
DTM-Einstieg nach Maß: Fahrer Nicola Larini fuhr von 1987 bis 1997 in der Formel 1 - und von 1993 bis 1996 für Alfa Romeo in der DTM.
1994 später konterte Mercedes mit der neuen C-Klasse.
Klaus Ludwig wurde DTM-Sieger und beendete die Alfa-Vormacht.
Fazit von Franz-Peter Hudek: "Es besteht kein Zweifel, dass das Cuore Sportivo auch noch im Alfa 155 schlägt und durch Sound und Tatendurst zu gefallen weiß.
Der C 180 kopiert dagegen die Vorzüge einer S-Klasse und setzt auf Qualität und gediegenen Wohnzimmer-Stil." Die Preise für die Mercedes C-Klasse beginnen bei rund 500 Euro für Zustand-4-Autos. Die Topmodelle C36 AMG und C43 AMG liegen bei 12.000/17.000 €.
Beim Alfa Romeo geht es noch günstiger. Auch hier kann man schon für 500 Euro fahrbereite Exemplare finden. Die Top-Autos kosten rund 2.900 (155 1.8 Twin Spark) bis 3.200 Euro (155 2.5 V6)