(K)ein bisschen Astra
Mit dem ausdrucksstarken Opel Sports Tourer eXperimental Concept gibt Opel in Paris einen Ausblick auf die Zukunft seines Kombi-Designs.
Ja, es gibt sie noch, die gute alte Kombi-Form. Bei Opel ursprünglich als Caravan im Programm, aktuell als Sports Tourer und hier nun als Studie für den Pariser Autosalon namens STX Concept. Wie so oft bei Studien mit dem Beipackzettel: "Nein, das ist nicht der nächste X/Y/Z". Aber manche Stilelemente könnten an einem künftigen Serienmodell durchaus auftauchen. "Unser Opel STX Concept interpretiert den Kombi neu. Er bekräftigt, was wir bei Opel unter deutscher Ingenieurskunst gepaart mit visionärem Design verstehen," beschreibt Opel-CEO Florian Huettl die Studie.
Visionär hin oder her, der 4,70 Meter lange, viertürige Shooting Brake tischt optisch jedenfalls ordentlich auf, fährt auf 22-Zoll-Felgen mit 285/35er-Bereifung vor. Untergebracht sind die breiten Schlappen in noch breiteren Kotflügeln, die es derart überzeichnet wohl ebenso wenig in die Serie schaffen dürften, wie die Elektro-Spoiler am Heck.
Weiterentwickelter Vizor
Dafür lohnt es sich, auf den neu gestalteten Vizor samt integrierter LED-Beleuchtung zu achten. Anders als bisher fällt das Frontmodul beim STX Concept höher und ausgeprägter aus. Vertikal ausgerichtete Lichtlamellen bilden die äußeren Begrenzungen des Vizors und vermitteln einen Eindruck von der künftigen Lichtsignatur. Wie gehabt integriert: der beleuchtete Opel-Blitz und die bekannten Kompass-Linien, die sich auch am Heck wiederfinden. Die Karosserie ist glatt geformt, der Aufbau verjüngt sich nach hinten und endet in einem ungewöhnlichen Steilheck. Auffällige C-Säulen mit Lichtstreifen aus Glas setzen besondere Akzente und sollen die Rundumsicht verbessern, Kameras als Außenspiegel-Ersatz gehören ebenfalls zum guten Studien-Ton.
E-Antrieb und aktives Aero-System
Der STX Concept ist als E-Modell mit Allradantrieb vorgesehen. Opel nennt zwar eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h, nähere Angaben zu Antrieb oder Batteriegröße gibt es nicht. Mit einem Radstand von drei Metern könnte das STX Concept aber durchaus auf einer der aktuellen Stellantis-Plattformen stehen. Um gleichermaßen schnell und effizient unterwegs sein zu können, setzen die Rüsselsheimer auf eine besonders günstige Aerodynamik. Dazu gehören speziell entwickelte Leichtmetallräder im Drei-Zonen-Design sowie elektrisch ausfahrbare Luftleitelemente am Heck, die bei hohen Geschwindigkeiten sowohl den Luftstrom beruhigen als auch die Fahrstabilität erhöhen sollen – auch dies natürlich ein Gimmick des Concept-Cars.
