Das wissen wir über den 18.000-Euro-E-Knirps
Dacia will mehr Elektroautos und adaptiert den Twingo vom Mutterkonzern Renault. Jetzt geben erste Erlkönig-Bilder einen schon recht konkreten Eindruck vom kommenden kleinen E-Dacia unterhalb des Spring. Doch wir wissen noch mehr.
Die aktuellen Aufnahmen des Dacia-Einstiegsstromers geben deutlich mehr Details preis, als das bisher bekannte Teaserbild aus dem Renault-Konzern. Ende 2026 soll der Dacia-EV auf den Markt kommen und als zweites E-Auto im Modellprogramm dem Spring zur Seite springen.
So viel Twingo steckt im Dacia
Die Erlkönigbilder bestätigen die technische Nähe zum Renault Twingo, die sich bereits durch das Teaserbild angedeutet hatte. Besonders in der Seitenansicht wird diese Verwandtschaft deutlich. Der Dachverlauf entspricht weitgehend dem bekannten Kleinwagen, ebenso die Fensterlinie. Ein Unterscheidungsmerkmal zeigt sich indes an der C-Säule. Dort integriert Dacia ein Designelement, das die Fläche optisch unterbricht und für einen eigenständigen Auftritt sorgt. Dies war schon beim ersten Teaser-Bild angedeutet.
Die Außenspiegel sitzen im Fensterdreieck, wie es vom Twingo bekannt ist. Klassische Bügelgriffe sind ebenso beim Dacia-Viertürer zu sehen. Die Windschutzscheibe steht vergleichsweise flach, was ebenfalls an das Renault-Modell erinnert.
Ein Unterschied zeigt sich bei einem Detail aus dem Teaser. Die dort angedeutete markante, nach oben gezogene fast schon zackige untere Fensterlinie ist auf den aktuellen Erlkönigbildern nicht zu erkennen. Die Seitenansicht wirkt insgesamt ruhiger und stärker auf Funktion ausgelegt.
Front und Heck mit eigenständigem Auftritt
An der Front setzt Dacia auf eine eigenständige Gestaltung. Die Front wirkt flächiger, die Scheinwerfer sind rechteckig ausgeführt und tragen die typische Lichtsignatur der Marke. Gleichzeitig ist die Motorhaube weniger steil ausgeprägt, was dem Fahrzeug einen robusteren Eindruck gibt.
Auch das Heck folgt diesem Ansatz. Die Heckscheibe fällt schmal aus und sitzt über einer großflächigen Klappe. Kleine, quadratische Leuchten bestimmen die Optik. Ergänzt wird das durch einen dezenten Dachkantenspoiler.
Auch ein erster "Schuss" in den Innenraum ist unserem Fotografen gelungen. Dort ist gut zu erkennen, der kleine Twingo-Dacia erhält das typische, etwas eckige Dreispeichen-Lenkrad mit kleinem Pralltopf. Auffällig ist der dem Fahrer zugeneigte, etwas frei stehende Bildschirm. Auch sind chromfarbene Luftausströmer zu erahnen.
Technik kommt aus dem Konzernbaukasten
Die technische Basis liefert der Konzern. Das Modell nutzt die AmpR-Small-Plattform, die auch beim Renault Twingo sowie bei Renault 4 und 5 eingesetzt wird. Damit ist klar, dass sich das Fahrzeug im unteren Leistungs- und Preisbereich positioniert.
Ein Blick auf die bekannten Daten des Twingo zeigt die Richtung. Der Akku hat eine Kapazität von 27,5 Kilowattstunden und ermöglicht bis zu 262 Kilometer Reichweite nach WLTP. Geladen wird mit bis zu 50 kW an Gleichstrom. Beim Antrieb stehen rund 60 kW zur Verfügung.
Damit ergibt sich gegenüber dem Spring ein Fortschritt bei Reichweite und Ladeleistung, während die Leistung in einem ähnlichen Bereich bleibt.
Position im Modellprogramm und Marktstart
Das neue Modell wird unterhalb des künftigen E-Sandero eingeordnet und liegt nur leicht über dem Spring. Es schließt damit die Lücke im unteren Preissegment. Geplant ist eine Länge von rund 3,85 Metern, wodurch das Fahrzeug etwas größer als der Twingo ausfällt. Vorgesehen sind bis zu vier Sitzplätze sowie ein Kofferraumvolumen von mehr als 300 Litern.
Die Produktion soll in Europa erfolgen. Als möglicher Standort gilt das Werk Novo Mesto in Slowenien. Preislich ist ein Einstieg von rund 18.000 Euro vorgesehen, womit das Modell unterhalb des Twingo liegt.
Parallel dazu wird der Spring perspektivisch ersetzt. Beide Modelle dürften daher nur für eine begrenzte Zeit parallel angeboten werden.
