Mit dem Luce präsentiert Ferrari sein erstes Elektromodell.
Mit dem Luce präsentiert Ferrari sein erstes Elektromodell.
Der Luce ist ein mächtiges Statement, nicht nur wegen seines Antriebs. Er streckt sich auf stattliche 5,03 Meter und überragt damit alle anderen Modelle des Hauses.
Die Breite beträgt knapp zwei Meter, die Höhe liegt bei 1,54 Meter. Mit einem Radstand von 2.961 Millimetern bleibt er etwas unter dem Purosangue.
Und wie lässt sich der Luce formal einordnen? Hm, irgendwo als Mix zwischen Limousine und Shooting Brake.
Entworfen wurde er von Sir Jony Ive und Marc Newson vom Kreativkollektiv LoveFrom. Damit stammt das Design nicht aus Italien, sondern aus Kalifornien, wobei Ferrari-Designchef Flavio Manzoni natürlich immer ein Auge auf die Entwicklung geworfen hat. Herausgekommen ist dabei ein Ferrari, der völlig anders aussieht, als alles was man von den Italienern bislang gekannt hat.
Die vier Türen öffnen gegenläufig.
In den Radläufen stecken mächtige Leichtmetallfelgen, die in zwei Designs zur Wahl stehen. Vorn in der Dimension 23 Zoll mit 265/35er-Reifen. Hinten werden sogar 24-Zöller mit 315/30er-Pneus montiert.
<p>Die Front- und Heckleuchten sind transparent und Teil der primären Oberflächen.
Im ausgeschalteten Zustand sind sie so quasi nicht zu sehen.
Aktive Aerogitter regulieren den Luftstrom zu den Kühlern.
Im Luce setzen die Italiener auf vier E-Maschinen – eine je Rad – die es zusammen auf eine Systemleistung von 772 kW bringen. Nach alter Währung sind das 1.050 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 990 Nm.
Das Cockpit setzt auf ein Dreispeichenlenkrad mit wenigen Bedienelementen.
Darunter auch im E-Ferrari das Manettino.
Die Displays vor dem Fahrer und mittig an der Armaturentafel erinnern an iPhones, stammen aber von Samsung. Gorilla Glas sorgt für Schutz, Aluminium zusammen mit Leder für den edlen Look.
Der Innenraum, der Dank des Entfalls eines Mitteltunnels für einen Ferrari außergewöhnlich viel Platz bieten soll, ...
... lässt sich wahlweise als Vier- oder Fünfsitzer konfigurieren.
Analoge Uhr im Cockpit.
Weitere Displays stehen den Fondpassagieren zur Verfügung. Alle Sitze lassen sich individuell elektrisch verstellen – die Bedienung gestaltet sich intuitiv und einfach. Die Vordersitze sind beheizbar und optional mit einer Massagefunktion erhältlich.
Über das e-Manettino sind fünf verschiedene Grundeinstellungen für die Dynamikregelung möglich.
Trotz eines Gewichts von 2.260 Kilogramm (nur knapp 230 Kilogramm mehr als der Purosangue leer) spurtet der Luce mit seinem Allradantrieb in 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. 200 km/h werden nach 6,8 Sekunden erreicht.
Und wer glaubt, Ferrari würde den Luce in Sachen Höchstgeschwindigkeit mit Rücksicht auf den E-Antrieb drosseln – pah – satte 310 km/h sollen möglich sein.
Das Chassis kombiniert Hohlgussteile, Strangpressprofile und Aluminium, während an der Karosserie Strangpressprofile und Aluminiumblech zum Einsatz kommen. Beim Fahrwerk des Luce setzt Ferrari auf aktiv gesteuerte Federelemente.
Zu haben sein wird der Luce in den Farben Azzurro la Plata, Giallo Luce, Rosso Dino, Bianco Artico und Rosso Fiammante.
Preise für den neuen Luce nennt Ferrari nicht.Kolportiert werden rund 500.000 Euro.