Vermögen der Royals: So reich sind Charles, William & Harry
Ob für wohltätige Zwecke oder offizielle Auftritte im Namen der Krone - die Mitglieder der britischen Königsfamilie werden für ihre Dienste bezahlt. Neben staatlichen Mitteln für Reisen und Residenzen verfügen die Royals über beachtliche Privatvermögen, auch wenn etliche Schlösser und Ländereien nicht König Charles (77) und seiner Familie direkt gehören, sondern der Krone.
Dennoch besitzen der britische Monarch und seine engsten Angehörigen privat Immobilien, Schmuck, Kunstwerke und weitere Wertgegenstände in Millionenhöhe. Die laufenden Kosten für genutzte Paläste, Personal, offizielle Reisen und Termine werden seit 2012 aus dem sogenannten "Sovereign Grant" bestritten: einer jährlichen Zahlung des britischen Staates. Laut BBC beläuft sich diese im laufenden Jahr auf insgesamt umgerechnet 160 Millionen Euro.
Neben dem "Sovereign Grant" erhalten König Charles und Prinz William (44) hohe Einnahmen aus ererbten Herzogtümern. Diese Mittel fließen in private, offizielle und karitative Zwecke. Auch bestimmte Ausgaben anderer arbeitender Royals werden davon getragen. So dient beispielsweise das Herzogtum Lancaster von König Charles laut der offiziellen Webseite des Königshauses vorrangig dazu, Kosten anderer Familienmitglieder zu decken.
Andere Royals sind finanziell längst eigenständig unterwegs. Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) stehen seit ihrem Rückzug aus der ersten Reihe 2020 auf eigenen Füßen. Das soll auch nach ihrer nun geplanten Rückkehr nach Großbritannien so bleiben.
Wie viel die Royals jährlich genau einnehmen, lässt sich im Detail nur schwer beziffern. Dennoch existieren einige Schätzungen.
König Charles
Das Vermögen von König Charles beziffert die "Sunday Times" in ihrer aktuellen Rangliste der reichsten Briten auf 680 Millionen Pfund (etwa 793 Millionen Euro) - 40 Millionen Pfund mehr als noch 2025. Die Einkünfte des Königs aus dem Herzogtum Lancaster, über die er frei verfügen kann, lagen zuletzt Medienberichten zufolge bei 25,2 Millionen Pfund (etwa 29,4 Millionen Euro). Im Juni 2026 veröffentlichte Charles als erster britischer Monarch Steuerdaten. Daraus ging hervor, dass er seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2022 mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern entrichtet hat.
Prinz William
Als Prinz William nach der Krönung seines Vaters Thronfolger wurde, übernahm er automatisch auch das Herzogtum Cornwall. Dieses erwirtschaftete im Vorjahr einen Überschuss von etwa 22 Millionen Pfund (ca. 25 Millionen Euro). Über die Verwendung dieser Mittel entscheidet er eigenständig. Im Mai berichtete die "Times", dass William ein Fünftel des Herzogtums verkaufen lassen wolle. Der geschätzte Erlös von umgerechnet 580 Millionen Euro soll in Wohnungsbau- und Ökostromprojekte fließen. Insgesamt soll William vermögender als sein Vater sein - und gilt laut "The Mirror" auf dem Papier mittlerweile als Milliardär.
Prinzessin Anne
Die Schwester von König Charles, Prinzessin Anne (76), gilt als das fleißigste Familienmitglied mit den meisten Terminen pro Jahr. Sie erhielt bisher angeblich schätzungsweise 16,6 Millionen Pfund (rund 19 Millionen Euro) aus öffentlichen Geldern, mit denen sie unter anderem offizielle Reisen und Personal finanziert. Seit 1971 steht sie im Dienst des Königshauses. Ihr Privatvermögen soll Medienberichten zufolge zwischen 10 und 30 Millionen Pfund liegen.
Prinz Edward, Herzog von Edinburgh
Prinz Edward (62), Bruder von Prinzessin Anne und König Charles, ist seit vielen Jahren für die Krone im Einsatz und hat laut "Guardian"-Schätzungen aus dem Jahr 2023 dafür 6,5 Millionen Pfund (etwa 7,6 Millionen Euro) unter anderem aus dem "Sovereign Grant" erhalten, um seine beruflichen Aufwendungen zu decken. Sein Privatvermögen wird auf etwa 8 Millionen Pfund geschätzt.
Prinz Edward, Herzog von Kent
Prinz Edward (90), Herzog von Kent, ist ein Cousin der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022) und steht bereits seit den 1960er Jahren im Dienst des Königshauses. Um seine Ausgaben als arbeitendes Mitglied der königlichen Familie zu decken, erhielt er über die gesamte Zeit Zuwendungen aus dem "Sovereign Grant" bzw. aus vorherigen Finanzierungstöpfen. Der Untersuchung des "Guardian" aus dem Jahr 2023 zufolge beliefen sich Edwards offizielle Bezüge auf eine geschätzte Gesamtsumme von 18 Millionen Pfund (circa 21 Millionen Euro). Sein Privatvermögen soll angeblich 10 Millionen Pfund betragen.
Andrew Mountbatten-Windsor
Andrew Mountbatten-Windsor (66), ehemals Prinz Andrew, erhielt nach Schätzungen des "Guardian" zwischen 1978 und 2019 offizielle Zahlungen in Höhe von etwa 13 Millionen Pfund (15 Millionen Euro). Im Jahr 2019 trat er wegen des Epstein-Skandals als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie zurück und bezog fortan keine Zahlungen mehr aus dem "Sovereign Grant". Im Juni 2026 wurde bekannt, dass Andrew Einkünfte durch die Untervermietung dreier Cottages auf dem Anwesen der Royal Lodge in Windsor erzielte. Auf diesem Anwesen lebte er über 20 Jahre lang, bevor er Anfang 2026 ausziehen musste. Wie viel Andrew besitzt, bleibt unklar. Vergangenes Jahr kursierten Schätzungen von etwa 3 Millionen Pfund.
Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinz Harry (41) legte 2020 seine aktive Rolle im Königshaus nieder. Zuvor wurden seine Auftritte und sein Personal vom Herzogtum Cornwall sowie durch den "Sovereign Grant" finanziert. Die genaue Höhe dieser Summe ist nicht bekannt. In den vergangenen Jahren haben sich Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (45) in den USA mehrere Einnahmequellen erschlossen. Meghan betreibt das Lifestyle-Unternehmen "As Ever", gemeinsam führt das Paar "Archewell Productions". Die Produktionsfirma arbeitet unter anderem mit Netflix zusammen. Harrys Memoiren "Spare" aus dem Jahr 2023 brachten ihm weiteres Geld ein, angeblich etwa 23 Millionen Euro. Wie sein Bruder William soll er zudem insgesamt etwa 17 Millionen Euro von seiner Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) und seiner Urgroßmutter Queen Mum (1900-2002) geerbt haben.
Nun steht der Familie erneut ein bedeutender Umbruch bevor: Nach sechs Jahren in den USA wollen Harry und Meghan mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) nach Großbritannien zurückkehren. An ihrer finanziellen Unabhängigkeit soll sich dadurch jedoch nichts ändern. Eine Rückkehr als arbeitende Royals ist nicht vorgesehen, ihre geschäftlichen Projekte wollen die Sussexes fortführen. Aus dem "Sovereign Grant" werden Harry und Meghan damit auch künftig nicht finanziert.