Prinz Harrys Invictus Games: Amazon als neuer Sponsor?
Amazon könnte zum neuen Großsponsor der Invictus Games werden. Wie britische Medien berichten, verhandelt der Tech-Gigant offenbar über einen Einstieg bei dem Sportevent von Prinz Harry (42). Das Ganze könnte dabei weit über die Spiele hinausgehen und weitere gemeinsame Projekte nach sich ziehen.
Vor über einem Jahrzehnt rief Harry die Invictus Games ins Leben - ein Projekt, das ihm besonders am Herzen liegt. Die Wettkämpfe bringen verwundete, verletzte oder erkrankte Soldatinnen und Soldaten sowie Veteraninnen und Veteranen zusammen, die in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander antreten.
In jüngster Zeit gestaltete sich die Mittelbeschaffung für die Veranstaltung allerdings zunehmend schwierig. Laut der britischen "The Sun" habe Boeing sein Engagement als Sponsor für die nächste Ausgabe nicht verlängert. Die Zeitung warnt in diesem Kontext vor einer möglichen "Finanzierungskrise".
Rund 20 Millionen Pfund werden benötigt
Harry und sein Organisationsteam benötigen dem Bericht zufolge etwa 20 Millionen Pfund - umgerechnet derzeit rund 23,3 Millionen Euro - für die Ausrichtung der Invictus Games in Birmingham. Die Hoffnung auf eine Vereinbarung mit Amazon sei daher groß. Ein solches Sponsoring würde einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung leisten. "Die Spiele sind ein großes und kostspieliges Unterfangen", so ein anonymer Insider.
Die Organisatoren der Invictus Games weisen die Berichte über eine drohende Finanzierungskrise allerdings zurück. Ein Sprecher betonte, die erforderlichen Mittel für die Austragung der Spiele vom 10. bis 17. Juli 2027 in Birmingham seien vorhanden. Darüber hinaus existiert eine staatliche Absicherung: Die britische Regierung hat eine Ausfallgarantie von bis zu 26 Millionen Pfund zugesichert, falls die kommerziellen Sponsorengelder nicht ausreichen sollten. Das Verteidigungsministerium bestätigte diese Garantie im Juni 2026 vor dem Parlament.
Gleichzeitig zeige man sich erfreut über die Partnerschaften, die aktuell für das Sportereignis entstünden. Einige Partner seien bereits öffentlich bekannt gegeben worden, weitere Ankündigungen sollen in den kommenden Monaten folgen. Zudem plane man, bis zu den Spielen weitere Einnahmequellen zu erschließen.
Geschäftschancen für Meghan und Harry?
Der Insider spekuliert zudem, dass ein möglicher Amazon-Deal auch für Harry und Herzogin Meghan (45) neue geschäftliche Türen öffnen könnte. "Und es ist interessant, da Amazon der große Rivale von Netflix ist", so die Quelle. "Vielleicht zeigt es, dass Harry und Meg sich mit einem neuen Partner in eine andere Richtung bewegen."
Eine Verbindung zu Amazon wäre indes keine völlige Premiere: Amazon MGM Studios produziert den Film "Close Personal Friends", mit dem Meghan ihr Comeback als Schauspielerin feiert.
Nach ihrem Rückzug aus der ersten Reihe des britischen Königshauses im Jahr 2020 machten Harry und Meghan unter anderem mit einem millionenschweren Netflix-Vertrag Schlagzeilen. Über ihre Produktionsfirma Archewell Productions realisierten sie mehrere exklusive Formate für den Streamingdienst, darunter die Dokumentation "Heart of Invictus".
Mittlerweile besteht zwischen den Sussexes und Netflix keine Exklusivvereinbarung mehr. Stattdessen gilt ein sogenannter "First Look"-Deal: Netflix erhält dabei das Vorkaufsrecht für Projekte von Harry und Meghan. Lehnt der Streamingdienst ab, steht es dem Paar frei, diese anderen Plattformen anzubieten - etwa Amazons Streamingdienst Prime Video.