Prinz Harry vs. Prinz William: Umfrage zeigt, wer handeln soll
Beim Familienstreit der Königssöhne sieht die britische Bevölkerung vor allem Prinz Harry (41) in der Verantwortung. Lediglich vier Prozent sind der Meinung, dass Prinz William (44) den Anfang für eine Annäherung machen sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Find Out Now im Auftrag der "Mail on Sunday", an der 2.000 Personen teilnahmen.
31 Prozent sehen den jüngeren Bruder als denjenigen, der aktiv werden müsse, während 27 Prozent einen beiderseitigen Schritt aufeinander zu befürworten. Elf Prozent meinen hingegen, dass keiner der beiden den Anfang machen sollte.
Seit der Beisetzung der Queen herrscht Funkstille
Die Umfragewerte kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt. Harry und Herzogin Meghan (45) beabsichtigen, nach sechs Jahren in den USA in ihre Heimat zurückzukehren. König Charles III. (77) sei davon erst am vergangenen Sonntag in Kenntnis gesetzt worden, wie britische Medien meldeten. Am Königshof habe die Neuigkeit für Aufregung gesorgt, während sich die Familie zum Sommeraufenthalt auf Schloss Balmoral einfand.
Zuletzt sprachen die Brüder bei der Trauerfeier für Queen Elizabeth II. (1926-2022) im September 2022 miteinander, seither soll seit mehr als zweieinhalb Jahren keinerlei Kontakt mehr bestehen. Aus dem Umfeld der Waleses verlautet, William könne die öffentlichen Attacken der Sussexes nach deren Weggang 2020 nicht vergeben. Dazu gehört Harrys Darstellung in seiner Autobiografie "Reserve", sein Bruder habe ihm bei einer Auseinandersetzung "Kratzer und blaue Flecken" zugefügt.
Königlicher Berater bemüht sich um Vermittlung
Im Palast arbeitet offenkundig jemand daran, die festgefahrenen Fronten zu lösen. Theo Rycroft, ehemaliger Diplomat und seit Februar stellvertretender Privatsekretär des Königs, habe die Versöhnung zu seiner obersten Priorität erklärt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Insider. Eine spektakuläre Geste sei nicht nötig, bereits ein gemeinsamer Auftritt oder ein Foto wäre denkbar. "Niemand erwartet, dass sie Freunde werden, aber das Drama muss aufhören", zitiert das Blatt die Quelle.
Ein Royals-Kenner bremste allerdings die Hoffnungen auf die Berater: Das sei eine Familienangelegenheit und werde im privaten Rahmen geregelt. Charles wünsche sich, dass seine Söhne ein gutes Verhältnis zueinander hätten. "Er lebt mit einer Krebserkrankung und will seine Familie nicht gespalten sehen."
Gala im September weckt Erwartungen
Wer auf ein Wiedersehen hofft, richtet den Blick auf den 18. September. An diesem Tag lädt der Diana Award, dessen Schirmherren beide Prinzen sind, ins Londoner Hotel OWO. Der Abend bildet den Auftakt zum Gedenken an den 30. Todestag von Prinzessin Diana (1961-1997) im kommenden Sommer. Bislang erschienen die Brüder bei Veranstaltungen der Organisation im Wechsel. Williams Anwesenheit ist derzeit nicht eingeplant, ob die Sussexes teilnehmen, bleibt ungewiss.
Klare Mehrheit gegen staatliche Kosten für Personenschutz
Ebenso eindeutig fällt das Meinungsbild bei einer weiteren Frage aus: 68 Prozent sind der Ansicht, Harry und Meghan sollten ihren Personenschutz selbst finanzieren, nur zwei Prozent sehen den Steuerzahler in der Pflicht. Rund-um-die-Uhr-Schutz für diese Familie kostet nach Expertenangaben drei bis fünf Millionen Pfund jährlich.
Die geplante Rückkehr selbst polarisiert die Briten: 27 Prozent heißen sie gut, 34 Prozent lehnen sie ab, 39 Prozent zeigen sich unentschlossen. 43 Prozent erwarten von den Sussexes zudem eine Entschuldigung für ihre Äußerungen über die Königsfamilie.