Prinz Harry & Meghan: UK-Rückkehr überrascht William bei Charles
Die Nachricht von der geplanten Rückkehr von Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) nach Großbritannien noch in diesem Monat wurde am Mittwochabend gegen 22 Uhr britischer Zeit bekannt. Prinz William (44) befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht in England, sondern in Schottland bei seinem Vater König Charles (77). Laut "Times" waren Vater und Sohn beisammen, als die Meldung öffentlich wurde.
Für den Thronfolger dürfte die Neuigkeit kaum überraschend gekommen sein. König Charles wusste bereits seit Sonntag von den Absichten seines jüngeren Sohnes - drei Tage bevor der Rest der Welt davon erfuhr. Bei dem Treffen der beiden in Highgrove im Vormonat war davon anscheinend noch nicht die Rede gewesen.
Schweigen aus Windsor
Prinz William und Prinzessin Kate (44) haben sich bisher öffentlich nicht geäußert. "Was daran faszinierend ist, ist die vollkommene Funkstille, die von dieser Seite kommt", erklärt Emily Nash, Royal-Expertin des Magazins "Hello!", im "A Right Royal Podcast".
Nash ergänzt: "Interessant daran ist, dass sie um diese Jahreszeit normalerweise weg sind. Ich nehme an, sie sind darüber nicht begeistert." Der Monarch hingegen soll der Aussicht auf mehr Zeit mit der Familie positiv gegenüberstehen.
Familiäre Geschlossenheit in Balmoral
Anstelle von Statements gab es am Freitag Fotografien. Die "Daily Mail" zeigte Bilder von William und Kate in ihrem Land Rover Discovery auf dem Weg nach Balmoral - begleitet von Prinz George (13), Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8). Kurz zuvor hatten bereits Prinzessin Anne, Zara und Mike Tindall sowie Prinz Edward mit seinem Sohn James, Earl of Wessex, das Anwesen erreicht.
Charles und Königin Camilla weilen ohnehin dort. Schon am Dienstag nahmen die Tindalls mit ihren Kindern am formellen Empfang des Königs teil. Ebenfalls anwesend waren die frisch vermählten Peter Phillips und Harriet Sperling mit Harriets Tochter Georgina sowie Peters Töchtern Savannah und Isla.
Eine solch große Versammlung hochrangiger Mitglieder der Königsfamilie ist selten, weshalb britische Medien von einem "Sussex summit" (Dt. "Sussex Gipfeltreffen") sprechen. Aus royalen Kreisen heißt es jedoch, das Zusammenkommen entspreche lediglich der jahrzehntealten Sommertradition der Familie.
Schulanmeldungen bereits erfolgt
Wie ernst es mit der Rückkehr ist, verdeutlicht ein Aspekt: Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) sind bereits an britischen Schulen eingeschrieben und sollen Anfang September beginnen. Die Familie plant, noch vor Ende August in Großbritannien einzutreffen.
Ihre Anwesen in Montecito und Portugal behalten Harry und Meghan. Die Herzogin wird ihre Lifestyle-Marke "As Ever" künftig von Großbritannien aus fortführen. Sechs Jahre nach dem Rückzug aus den royalen Pflichten und dem Wegzug nach Kalifornien, dem Verträge mit Netflix und Spotify folgten, kehrt sich damit vieles um.
Offene Fragen bleiben
Unklar ist weiterhin, weshalb das Paar ausgerechnet jetzt zurückkehrt, wo es leben wird und wer für die Sicherheit aufkommt. Auch ob das angespannte Verhältnis zwischen den Brüdern durch die räumliche Nähe eskaliert, bleibt fraglich.
In britischen Medien werden als mögliche Beweggründe Schauspielangebote für Meghan in Großbritannien und bessere Bildungseinrichtungen für die Kinder genannt, außerdem der Wunsch nach Versöhnung mit entfremdeten Familienmitgliedern. Bestätigt wurde davon bislang nichts.
Welche Unterstützer die Sussexes auf der Insel haben, deutete sich bereits im Sommer an. Bei ihrem damaligen Aufenthalt besuchten Harry und Meghan Althorp, das frühere Zuhause seiner Mutter Prinzessin Diana (1961-1997). Mit Harrys Onkel Earl Charles Spencer verbindet sie ein enges Verhältnis.
Auch Prinzessin Eugenie hat den Kontakt zu ihrem Cousin und dessen Frau stets aufrechterhalten. Sofort verfügbar wird sie jedoch nicht sein: Eugenie hält sich derzeit in Portugal auf, wo sie kürzlich ihr drittes Kind bekommen hat.