Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit schwer gezeichnet
Der norwegische Nationalfeiertag am 17. Mai rückte Kronprinzessin Mette-Marit (52) erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Wie jedes Jahr versammelte sich die Königsfamilie zunächst in der Residenz Skaugum, bevor sie sich auf dem Balkon des Osloer Palasts zeigte. Norwegische Medien beschrieben die an chronischer Lungenfibrose erkrankte Kronprinzessin dabei als "sichtlich geschwächt". Aufnahmen belegen, dass sie auf ihr Sauerstoffgerät angewiesen war und sich mehrfach auf einen bereitstehenden Stuhl setzen musste.
In jüngster Zeit war die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) vermehrt mit dem mobilen Gerät zu sehen, das sie über die Nase mit Sauerstoff versorgt. Trotz der körperlichen Strapazen entschied sie sich, am Nationalfeiertag öffentlich aufzutreten. Anders als sonst am 17. Mai üblich verzichtete Mette-Marit auf die regionale Tracht und erschien stattdessen im Mantel. Die Anstrengungen sollen ihr deutlich anzumerken gewesen sein.
Wie die Zeitung "Dagbladet" berichtete, sei während der Feierlichkeiten offenkundig gewesen, "dass es der Kronprinzessin schwerfällt, zu atmen". Zeitweise hatte sie offenbar auch mit einem Hustenanfall zu kämpfen. Nach Angaben der Zeitung "Aftenposten" musste Mette-Marit die Zeremonie zudem unterbrechen und sich zur Erholung in den Palast zurückziehen.
Diagnose Lungenfibrose seit 2018 öffentlich
Der Gesundheitszustand von Mette-Marit hat sich aufgrund ihrer schweren Krankheit seit geraumer Zeit kontinuierlich verschlechtert. Ihre Lungenfibrose-Erkrankung wurde 2018 öffentlich bekannt. Ende vergangenen Jahres teilte der Palast mit, dass die Ärzte Vorbereitungen für Untersuchungen im Hinblick auf eine mögliche Lungentransplantation eingeleitet hätten.
Neben den gesundheitlichen Problemen stand die Kronprinzessin zuletzt auch wegen einer andauernden Mediendebatte unter Druck. Auslöser waren Einzelheiten über ihre frühere Bekanntschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Anfang 2026 hatte sie sich dazu in einer offiziellen Pressemitteilung des Palastes sowie später in einem Interview ausführlich geäußert und ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht.
Zusätzlich belastet der laufende Gerichtsprozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) die Familie. Ihm werden zahlreiche schwerwiegende Vergehen vorgeworfen, darunter Gewalt- und Sexualdelikte. Das Urteil wird für den 15. Juni 2026 erwartet. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft.