Nora Haukland zum Høiby-Urteil: Bereit für mögliche Berufung
Die norwegische Influencerin Nora Haukland (29) hat sich nach dem Urteil gegen Marius Borg Høiby (29) auf Instagram geäußert. Sie erhob schwere Anschuldigungen gegen den ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) und sagte in dem aufsehenerregenden Verfahren aus. In ihrem Beitrag erklärt sie, dass sie auf ein mögliches Berufungsverfahren eingestellt wäre.
Marius Borg Høiby wurde unter anderem wegen zweifacher Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Auch wegen Missbrauchs in engen Beziehungen gegenüber Haukland wurde er schuldig gesprochen. Bei weniger schwerwiegenden Anklagepunkten zeigte er sich geständig, bei den gravierenderen bestreitet er nach wie vor seine Schuld. Die Verteidigung kündigte unmittelbar nach der Urteilsverkündung an, Berufung einlegen zu wollen.
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Morddrohungen gegen Nora Haukland
Am 18. Juni veröffentlichte Haukland einen ausführlichen Instagram-Beitrag, in dem sie auf die Vorwürfe häuslicher Gewalt eingeht und sich kämpferisch gibt. Möglicherweise habe man den Prozess mitverfolgt, davon gelesen oder mit Angehörigen oder Bekannten darüber diskutiert, schreibt die Influencerin. Für manche wirke das Thema fern, andere berühre es zutiefst. Sie selbst habe sowohl ermutigende Nachrichten als auch Morddrohungen bekommen.
Sie kenne unzählige Menschen, die häusliche Gewalt erfahren mussten. Diese hinterlasse Narben - nicht nur unmittelbar, sondern auch noch lange Zeit später. Der gemeinsame Faktor bei Übergriffen seien nicht Frauen, die Gewalt erleben, sondern Männer, die Gewalt ausüben. Traumata würden zudem nicht einfach verschwinden. Noch heute beschleunige sich ihr Herzschlag, wenn sie eine zuschlagende Tür, einen stampfenden Mann oder ein dröhnendes Motorrad höre. Und sie sei kein Einzelfall, sondern eine Person von vielen.
"Vielleicht, wenn ich mich anders kleide"
Während ihrer Beziehung mit Marius habe sie permanent an sich gezweifelt. "Vielleicht, wenn ich mich anders kleide. Vielleicht, wenn ich mich weniger schminke. Vielleicht, wenn ich weniger Raum einnehme. Vielleicht, wenn ich weniger rede. Vielleicht, wenn ich aufhöre, Influencerin zu sein", habe sie damals gedacht. Sie habe versucht, sich kleiner zu machen und sich anzupassen. Das Resultat sei jedoch gewesen, dass alles "nur noch schlimmer" wurde.
Der Montag habe sich für Haukland "wie ein kleiner Sieg" angefühlt. Das Gefühl, dass es im Rechtssystem Hoffnung auf Gerechtigkeit gebe, habe ihr in einer Situation Wärme gegeben, die "sonst schwer, schmerzhaft und erschöpfend gewesen ist". Die Influencerin zeigt sich entschlossen: "Falls gegen das Urteil Berufung eingelegt wird, bin ich darauf vorbereitet." Sie wolle sich weder kleinmachen lassen noch den Mund halten.