Nach Mette-Marits Lungen-OP: Kinder besuchen Fußball-WM
Während Kronprinzessin Mette-Marit (52) sich in einem Osloer Krankenhaus von ihrer Lungentransplantation erholt, haben zwei ihrer Kinder die Fußball-Weltmeisterschaft besucht: Erbprinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20) verfolgten in der Nacht zu Dienstag das Spiel der norwegischen Nationalelf in East Rutherford, New Jersey. Die beiden Kinder von Kronprinz Haakon (52) und Mette-Marit saßen auf der Tribüne des Stadions.
Sichtlich bestens gelaunt unterstützten die royalen Geschwister das Team um Superstar Erling Haaland - und durften am Ende jubeln. Die Norweger setzten sich in einer packenden Partie mit 3:2 gegen Senegal durch. Es war bereits der zweite Turniersieg im zweiten Gruppenspiel nach dem 4:1-Auftakterfolg gegen den Irak. Als nächstes wartet am 26. Juni das letzte Vorrundenspiel gegen Frankreich auf die Skandinavier.
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Jubel im Stadion und im Parlament
Wie bereits beim Auftaktspiel präsentierten die norwegischen Anhänger auch gegen Senegal ihre an die Wikinger angelehnte "Ruder"-Choreografie. Die Euphorie schwappte sogar bis nach Oslo: Auf Initiative des Parlamentspräsidenten stimmte die voll besetzte Abgeordnetenkammer den charakteristischen Ruder-Schlachtgesang an und grüßte die Nationalmannschaft.
Am Mittwoch steht für die beiden Royals noch der Besuch einer Fußballschule in Brooklyn auf dem Programm. Es handelt sich um die ersten öffentlichen Termine nach der Lungentransplantation ihrer Mutter. Ingrid Alexandra war Anfang Juni aus Australien zurückgekehrt, wo sie studiert, um Mette-Marit beizustehen. Kronprinz Haakon hatte mehrere Termine abgesagt, um bei seiner Frau zu sein.
Neue Lunge nach schwerer Erkrankung
Vergangene Woche bekam die 52-Jährige ein Spenderorgan. "Die Lungentransplantation ist so weit erfolgreich verlaufen", zitierte der norwegische Hof den Chirurgen Arnt Fiane vom Universitätskrankenhaus in Oslo. Anfang Juni hatte der Palast den Zustand der Kronprinzessin als "lebensbedrohlich" bezeichnet; zur gleichen Zeit wurde sie auf die Warteliste gesetzt, wenige Tage später erfolgte der Eingriff.
Ursache ist eine seit Jahren diagnostizierte Lungenfibrose - eine unheilbare Krankheit, bei der sich Narbengewebe in der Lunge bildet und zu Atemnot führen kann. Nach Bekanntwerden der Diagnose 2018 konnte Mette-Marit zunächst ein weitgehend normales Leben führen. Im vergangenen halben Jahr verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand jedoch deutlich. Am Nationalfeiertag im Mai trat sie noch mit Sauerstoffgerät öffentlich auf, ehe sie sich zurückzog.
Zusätzlich belastet wird die königliche Familie durch das Strafverfahren gegen Mette-Marits ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29). Er wurde Mitte Juni unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilt und erhielt eine vierjährige Haftstrafe. Der 29-Jährige hat Berufung eingelegt. Seine Versuche, unter Berufung auf den Gesundheitszustand seiner Mutter aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden, wies der zuständige Richter zurück.