Mette-Marit und Epstein: Wachsfiguren-Ausstellung schockiert Oslo
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (53) ist aktuell in einer aufsehenerregenden Kunstinstallation in Oslo verewigt - gemeinsam mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der norwegische Künstler Morten Viskum hat ein bekanntes Foto der beiden als lebensgroße Wachsfiguren nachgebildet. Der Zeitpunkt der Enthüllung sorgt für besonderes Interesse.
Das Kunstwerk "The Beginning of the End" wurde am 29. September im Zentrum der norwegischen Hauptstadt präsentiert. Auf einem Sofa sind zwei Wachsfiguren platziert: Eine zeigt Mette-Marit, die andere Epstein. Das Publikum kann sich zwischen beide Figuren setzen und Erinnerungsfotos machen. Das berichtet das US-Magazin "Hola!".
Grundlage für die Installation ist eine Aufnahme aus den veröffentlichten Epstein-Dokumenten. Das Bild zeigt Mette-Marit auf dem Sofa des verurteilten Straftäters in dessen Anwesen in Palm Beach. Dort hatte sich die Kronprinzessin 2013 mehrere Tage lang aufgehalten.
Viskum verkörpert Epstein selbst
Verantwortlich für die provokante Installation ist der 61-jährige Künstler Morten Viskum. Er ist bekannt für Werke, bei denen er selbst in die Rolle berühmter und kontrovers diskutierter Personen schlüpft. Auch bei diesem Projekt verkörpert die Epstein-Figur Viskum persönlich. "Das Bild von ihr auf seinem Sofa ist in meine Netzhaut eingebrannt", sagte er dem norwegischen Sender NRK.
Auch der Standort wurde bewusst gewählt: Das Kunstwerk befindet sich in der Huitfeldts Gate 19, nur wenige Minuten Fußweg vom Königspalast und dem norwegischen Parlament entfernt. Dort finden gegenwärtig öffentliche Anhörungen zu den Verbindungen Epsteins nach Norwegen statt. Mette-Marit ist jedoch nicht als Zeugin vorgeladen.
Die Kronprinzessin äußerte sich zu Epstein
Mette-Marit hatte sich im März erstmals ausführlich zu ihrer Beziehung zu Epstein geäußert. In einem Interview mit NRK erklärte sie, sie habe ihm zu sehr vertraut und sei von ihm "manipuliert und getäuscht" worden. Gleichzeitig übernahm sie die Verantwortung dafür, seine Vergangenheit nicht gründlicher überprüft zu haben.
Die beiden waren sich 2011 über gemeinsame Bekannte begegnet und hatten bis 2014 Kontakt gehalten. Mette-Marit betonte, es habe sich um eine freundschaftliche Beziehung gehandelt. Während eines Aufenthalts in Epsteins Haus 2013 habe sie sich jedoch unwohl und verunsichert gefühlt.