Marius Borg Høiby kämpft vor Oberstem Gerichtshof um Fußfessel
Marius Borg Høiby (29), Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52), legt gegen die Entscheidung zu seiner Untersuchungshaft Beschwerde beim Obersten Gerichtshof ein. Im Fokus steht nach wie vor sein Wunsch nach einer elektronischen Fußfessel.
Seit Februar sitzt der 29-Jährige in Untersuchungshaft. Sein Ziel war es, die verbleibende Haftzeit mit einer elektronischen Fußfessel außerhalb des Gefängnisses zu verbringen. Das Osloer Amtsgericht und das Berufungsgericht wiesen diesen Antrag jedoch zurück. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit einer weiterhin "erheblichen Wiederholungsgefahr".
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Gerichte weisen Antrag auf Fußfessel zurück
Der Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52) hatte geltend gemacht, die Haftbedingungen im Gefängnis seien äußerst belastend. Er leide unter der Isolation sowie dem eingeschränkten Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden. Sein Wunsch war es, die Zeit bis zur Urteilsverkündung in einem kontrollierten familiären Umfeld zu verbringen.
Die Gerichte hielten jedoch an ihrer Einschätzung fest: Angesichts der Schwere der Anschuldigungen und der Prozesslage bestehe ein zu hohes Risiko für weitere Regelverstöße. Das Berufungsgericht bestätigte diese Auffassung und wies die Beschwerde ab.
Oberster Gerichtshof soll entscheiden
Mit seiner neuen Beschwerde will Høiby den Fall nun vor den Obersten Gerichtshof bringen. Sein Anwalt René Ibsen teilte am Freitag gegenüber "NRK" mit, dass die Beschwerde am Nachmittag eingereicht worden sei.
Gleichzeitig läuft das Hauptverfahren weiter: Høiby muss sich seit Frühjahr 2025 wegen zahlreicher schwerer Vorwürfe verantworten, darunter Gewalt- und Sexualdelikte. Die Urteilsverkündung wird für den 15. Juni 2026 erwartet. Derzeit befindet er sich weiterhin in Untersuchungshaft.