König Haakon: Hoftrauer endet - erste Reise nach Narvik geplant
Mit persönlichen Dankesbriefen wendet sich König Haakon (53) an alle Mitwirkenden der Beisetzung seines Vaters. Der norwegische Thronfolger lässt derzeit Schreiben an Personen, Institutionen und Organisationen übermitteln, die zur Trauerfeier für König Harald beigetragen haben. Dies gab das Königshaus über Instagram bekannt.
Der Palast veröffentlichte auch einen Auszug aus Haakons Worten. "Ich bitte darum, dass mein Dank allen übermittelt wird, die dazu beigetragen haben, dass die Beisetzung mit großer Professionalität und Würde durchgeführt wurde", heißt es in dem königlichen Schreiben.
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Trauerphase am Hof geht zu Ende
Die Danksagungen fallen in eine Zeit des Umbruchs. Am Freitag, 9. Oktober, jährt sich die Beisetzung von König Harald zum ersten Monat. Damit endet zugleich die offizielle Hoftrauer. Wie der Palast mitteilte, werden die Mitglieder der Königsfamilie ihr offizielles Programm nun Schritt für Schritt wieder aufnehmen.
Haakon möchte dabei vorrangig thematische Besuche absolvieren. Schwerpunkte bilden laut Königshaus die Bereiche Demokratie, Natur und Umwelt, Wirtschaft, Verteidigung sowie Inklusion. Darüber hinaus beabsichtigt der Monarch, im Herbst und Winter Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen zu Gesprächen einzuladen. Größere offizielle Auslandsreisen und Staatsbesuche stehen vorerst nicht auf dem Programm.
Narvik als erstes Reiseziel
Seinen ersten offiziellen Besuch als König in einer norwegischen Kommune absolviert Haakon am Dienstag, 13. Oktober, in Narvik. Die Stadt war 1940 Schauplatz einiger der heftigsten Gefechte auf norwegischem Territorium, wie das Königshaus in Erinnerung ruft. Gesamtverteidigung und Demokratie bilden den thematischen Rahmen des Besuchs. Auf dem Rathausplatz wird der Monarch eine Ansprache halten. Nach Informationen von "Nettavisen" ist außerdem ein Besuch bei den Streitkräften in der Finnmark vorgesehen.
Personell wird es für die Royals in den kommenden Monaten herausfordernd. Königin Mette-Marit (53) erholt sich weiterhin von ihrer Lungentransplantation und soll bis zum kommenden Sommer grundsätzlich keine offiziellen Termine wahrnehmen. Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) übernimmt einzelne Aufgaben, ehe sie im Februar für ihr Studium nach Australien zurückkehrt. Königin Sonja (89) wird das Königshaus weiterhin bei offiziellen Anlässen repräsentieren.
"Keine Revolution im Schloss"
Wie Haakon sein Amt gestalten wird, dürfte sich erst nach und nach offenbaren. Royal-Expertin Tove Taalesen wertet die Narvik-Reise im Gespräch mit "Nettavisen" als deutliches Zeichen. Als Kronprinz habe er Nebenprojekte verfolgen können, nun müsse er übergeordneter agieren. Einen radikalen Kurswechsel erwartet sie dennoch nicht. "Ich glaube nicht, dass es eine Revolution im Schloss geben wird", erklärt sie. Viele Anliegen seines Vaters werde Haakon voraussichtlich fortsetzen, eigene Herzensthemen wie die Jugendarbeit kämen hinzu.