König Charles III.: So viel Steuern zahlt der britische Monarch
Ein historischer Schritt für das britische Königshaus: König Charles III. (77) hat als erster britischer Monarch seine persönlichen Steuerabgaben veröffentlicht. Wie die BBC berichtet, entrichtete Charles für das Steuerjahr 2024-2025 insgesamt 12,9 Millionen Pfund an den Fiskus. Das entspricht nach aktuellem Wechselkurs knapp 15 Millionen Euro.
Prinz William folgt dem Beispiel seines Vaters
Der britische König ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern zählt laut der britischen Rundfunkanstalt auch zu den 100 größten Steuerzahlern des Landes. Sein ältester Sohn und Thronfolger Prinz William (44) habe im gleichen Zeitraum 7,76 Millionen Pfund - umgerechnet etwa neun Millionen Euro - an Steuern abgeführt. Im vorangegangenen Steuerjahr 2023-2024 hatte der Monarch demnach 11,7 Millionen Pfund (circa 13,6 Mio. Euro) und William 8,34 Millionen Pfund (rund 9,7 Mio. Euro) gezahlt.
Seit Charles nach dem Ableben von Queen Elizabeth II. (1926-2022) die Krone übernommen hat, haben Vater und Sohn den Angaben zufolge gemeinsam über 50 Millionen Pfund (knapp 58 Mio. Euro) an Steuern entrichtet. Eine genaue Aufschlüsselung der Berechnungsgrundlagen sei in den Dokumenten jedoch nicht enthalten.
Die veröffentlichten Unterlagen zeigen allerdings, dass der sogenannte Sovereign Grant - die staatliche Zuwendung an die Royals - die wichtigste Einnahmequelle des königlichen Haushalts darstellt. Für den Zeitraum 2027-2028 soll diese Summe, die zur Finanzierung offizieller Aufgaben der Monarchie dient, bei knapp unter 100 Millionen Pfund liegen.
Buckingham-Palast bleibt unbewohnt
Zeitgleich wurde bekannt gegeben, dass Charles und Königin Camilla (78) auch nach Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten nicht in den Buckingham-Palast umziehen werden. Das Königspaar bleibt stattdessen im Clarence House. Diese Entscheidung soll der Öffentlichkeit einen erweiterten Zugang zum Palast ermöglichen. Zugleich erhofft man sich dadurch höhere Einnahmen durch den Tourismus.
Die Offenlegung der Steuerzahlungen des Königs und seines Sohnes sei eine persönliche Entscheidung beider Royals gewesen. Der Schritt wird als bewusstes Signal verstanden. Der Hof bezeichnet die Maßnahme als Teil eines Modernisierungskurses, der auf größere Transparenz abziele. Die Steuerdaten sollen künftig jedes Jahr publiziert werden.
Britische Monarchen sind gesetzlich nicht zur Zahlung von Einkommensteuer verpflichtet. Queen Elizabeth II. hatte allerdings 1993 begonnen, freiwillig Einkommen- und Kapitalertragsteuer zu entrichten. Charles führt diese Tradition fort.