Harry und Meghan verfilmen packende Afghanistan-Kriegsmemoiren
Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (44) nehmen sich eines der bewegendsten Zeugnisse des Afghanistan-Krieges an. Wie das Branchenmagazin "Deadline" meldet, produziert ihr Unternehmen Archewell Productions zusammen mit Netflix eine Filmadaption der Militärmemoiren "No Way Out: The Searing True Story of Men Under Siege" von Major Adam Jowett. Für das Drehbuch zeichnet Matt Charman verantwortlich, der für seine Mitarbeit am Steven-Spielberg-Werk "Bridge of Spies" eine Oscar-Nominierung erhielt.
Das Werk dokumentiert einen der dramatischsten Militäreinsätze Großbritanniens im Afghanistan-Konflikt: Im Juli 2006 wurde die Easy Company - eine kurzfristig aufgestellte und unterbesetzte Truppe aus Fallschirmjägern und Royal Irish Rangers - unter Major Jowetts Führung ins Distriktszentrum von Musa Qala beordert. In einem baufälligen Gebäude eingekesselt und von überlegenen Taliban-Kämpfern umringt, rang die Einheit 21 Tage lang ums Überleben. Als die Munitionsvorräte fast erschöpft waren und das Ende unausweichlich schien, wendete sich der Kampf überraschend.
Thematik mit biografischer Verbindung
Für Prinz Harry besitzt die Produktion eine ganz besondere Bedeutung, da er selbst zwei Einsätze in Afghanistan absolvierte. Unter anderem diente er in der Provinz Helmand - exakt jener Region, in der sich die Geschehnisse des Buches zutragen - und nahm dort als Offizier an Kampfeinsätzen teil.
Neben Harry und Meghan agiert auch Tracy Ryerson als Produzent, der bei Archewell Productions den Bereich fiktionale Produktionen verantwortet. Das Kriegsdrama ist nicht das einzige Vorhaben, das die Firma aktuell für Netflix entwickelt. So arbeitet das Paar ebenfalls an einer Verfilmung des Liebesromans "The Wedding Date" von Autorin Tracey Oliver sowie an einer Adaption von Carley Fortunes Buch "Meet Me at the Lake". Im Serienbereich entsteht darüber hinaus eine Dramaserie rund um den Polosport.
Die Kooperation zwischen Archewell Productions und dem Streamingdienst besteht seit 2020. Seither wurde der ursprüngliche Exklusivvertrag allerdings zu einem mehrjährigen First-Look-Deal für Film- und TV-Projekte herabgestuft. In der Vergangenheit kursierten wiederholt Berichte über Spannungen zwischen den beiden Partnern, die jedoch dementiert wurden.