Harry & Meghan: Personenschutz in UK kostet bis zu 6 Mio. Euro
Rund fünf Millionen Pfund (knapp sechs Millionen Euro) jährlich: Diese Summe könnte ein Rund-um-die-Uhr-Schutz für Prinz Harry (41) und seine Familie die britischen Steuerzahler kosten. Diese Zahlen veröffentlicht die "Daily Mail" angesichts der bevorstehenden Rückkehr des Herzogs von Sussex nach Großbritannien.
Der Auslöser für die erneute Debatte: Prinz Harry reist diesmal nicht ohne Begleitung. Herzogin Meghan (45) kommt ebenfalls, dazu die beiden Kinder Archie (7) und Lilibet (5), die britische Schulen besuchen sollen. Für Dai Davies, den ehemaligen Chef des royalen Personenschutzes bei der Metropolitan Police in London, verändert dies die Situation grundlegend.
"Es hat die Temperatur erhöht"
Der Familienumzug habe "die Temperatur erhöht", erklärte Davies gegenüber der "Daily Mail". Die Wahrscheinlichkeit, dass Harry den verlangten Schutz erhalte, sei "beträchtlich gestiegen". Die Entscheidung müssten "die höchsten Ebenen der Regierung" treffen.
"Das hat die Sache verändert: die Familie herbringen, hier ansässig sein, sein Profil. Die Bedrohungslage muss jetzt sorgfältig neu betrachtet werden", betonte der frühere Polizeibeamte. Ergänzend führte er aus: "Ich sage nicht, dass er ihn bekommt. Aber er muss aus meiner Sicht noch einmal ordentlich und professionell geprüft werden."
Aus Expertensicht bestehe "eine ernsthafte potenzielle Bedrohung" für Harry und seine Familie. "Es ist eine Sache, wenn er allein kommt. Das hier hat die gesamte Dynamik verändert, so sehe ich das."
Regierung stuft Angelegenheit als privat ein
Die offizielle Seite äußerte sich bisher zurückhaltend. Premierminister Andy Burnham vermied bei einem Auftritt in West Yorkshire eine klare Aussage darüber, ob der Staat für Organisation und Finanzierung des Schutzes aufkomme: "Nun, das ist eine private Angelegenheit. Das ist Sache von Harry und Meghan, und wir wünschen ihnen alles Gute für die Schritte, die sie unternehmen."
Das Innenministerium, das seit Jahren einen Rechtsstreit mit dem Herzog führt, hielt an seiner Position fest. Das britische Schutzsystem sei "gründlich und verhältnismäßig", erklärte ein Sprecher. Zu konkreten Vorkehrungen wolle man sich nicht äußern, da dies deren Effektivität sowie die Sicherheit der Betroffenen beeinträchtigen könne.
Harrys frühere Aussagen in neuem Licht
Seit dem Rückzug des Paares von seinen royalen Aufgaben 2020 ist Harrys Schutzstatus in Großbritannien reduziert. Seine mehrjährigen Bemühungen um eine Änderung blieben erfolglos. Nach der verlorenen Berufung gegen das Innenministerium erklärte er 2025 der BBC, er könne sich keine Welt vorstellen, in der er Frau und Kinder zurück nach Großbritannien bringen würde. Das Sicherheitsrisiko sei zu hoch.
Nun geschieht genau das. Die Sussexes verlassen Kalifornien und beziehen einen bislang nicht näher bezeichneten Wohnsitz außerhalb Londons - ausdrücklich kein Anwesen der Königsfamilie. An ihrem Status als Privatpersonen ändert sich nichts. Unklar bleibt, ob Harry seine Einschätzung der Gefährdungslage korrigiert hat oder ob er den Personenschutz selbst finanziert.