Virtuelles Versteckenspielen: Indie-Game verkauft sich binnen kürzester Zeit über zehn Millionen Mal
"Meccha Chameleon" heißt das Twitch-Game der Stunde: Der Indie-Titel erweist sich mit seiner simplen, aber zündenden Grundidee sowohl als Partyspiel für zwischendurch als auch als perfekte Unterhaltung zum Zuschauen. Seinen Entwickler hat der Überraschungserfolg reich gemacht.
Nicht nur Metacritic, Open Critic, die Steam-Charts und Reddit-Threads haben eine Aussagekraft über die Beliebtheit von Games, sondern auch deren Performance auf Twitch. Derzeit taucht ein Game überraschend oft in Live-Streams auf: "Meccha Chameleon". Auf Steam hat das Casual Game derzeit 768 Rezensionen und wird insgesamt als "sehr positiv" bewertet. Doch auch die Twitch-Livestreams sprechen eine deutliche Sprache: In der Spitze schauten 240.000 Zuschauer und Zuschauerinnen anderen beim Daddeln des Gelegenheitsspiels zu. Teils landete das Indie-Games sogar in den Top 3 der meistgeschauten Spiele - umgeben von so großen NAmen wie "GTA V", "LOL", "Valorant", "Dota 2", "Minecraft" und "Counter-Strike".
Um was geht es in "Meccha Chameleon"?
Was ist also das Geheimnis des Erfolgs hinter dem Indie-Titel? Das Wort "Chameleon" ist ein Hinweis auf die Spielidee. Denn wie das Vorbild aus dem Tierreich gilt es für die Spieler, sich möglichst unauffällig an die Umgebung anzupassen. Mithilfe der Farbpalette malt man den eigenen, zu Beginn völlig weißen Charakter so an, dass er möglichst eins mit der Kulisse wird. Auch die perfekte Pose hilft, nahezu unsichtbar für die Suchenden zu bleiben. Verstecken spielen am Computer also. Doch was simpel klingt, trifft dank seiner originellen Umsetzung offenbar den Nerv der Community. Zumindest bei den Gamern, die ein kurzweiliges Vergnügen suchen.
Bis zu 24 Spieler können sich auf einer Map verstecken. Die Suchenden sind mit einer Farb-Waffe ausgestattet, mit der sie die Untergetauchten als "gefunden" markieren können. Einer der Gründe, warum das Game auch auf Twitch so beliebt ist: Manche Streamer nutzen die Spielmechanik kreativ über das eigentliche Gameplay hinaus - beispielsweise, indem sie Objekte so akkurat wie möglich nachmalen oder ihren Charakter in Gemälden darstellen. Wieder andere rennen in Slapstick-Manier vor ihren Gegnern davon, um außer Schussweite zu kommen.
Neue Features und Maps sollen dafür sorgen, das der Hype nicht schnell vorbei ist. Kaum zu glauben: Bereits jetzt hat das Game den Indie-Entwickler Lemorion laut eigenen Angaben mit über zehn Millionen Verkäufen auf Steam seit der Veröffentlichung im Juni zum Multimillionär gemacht. Die Entwicklungszeit lag - ebenfalls laut dem Entwickler - bei nur zwei Monaten.