"Tage am Set sind eben lang": "House of the Dragon"-Star verrät kurioses Dreh-Ritual
Fünf Jahre lang denselben Charakter zu spielen - für viele Schauspieler klingt das nach Routine. Für Fabien Frankel ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Obwohl er Criston Cole inzwischen so lange begleitet wie kaum eine andere Rolle seiner Karriere, fühlt sich jeder Drehstart wieder wie ein Neuanfang an. Und ausgerechnet die gewaltigen Schlachtszenen gehören für ihn bis heute zu den schönsten Momenten der Produktion.
"Es macht einfach riesigen Spaß", erzählt Frankel gegenüber der Agentur teleschau. Besonders die Drehs unter freiem Himmel seien jedes Mal etwas Besonderes. "Man spürt plötzlich die wahre Größe dieser Welt." Mit Hunderten Komparsen, echten Schauplätzen und aufwendig inszenierten Schlachten fühle sich alles noch einmal ganz anders an als die Arbeit im Studio. "Man erlebt die Dimension dieser Produktion auf eine Weise, die man in den Hallen einfach nicht spüren kann."
Aktuell ist der 32-jährige Brite wieder als Criston Cole in der dritten Staffel von "House of the Dragon" zu sehen. Episode fünf ist bereits verfügbar, die nächste Folge erscheint in wenigen Tagen bei Sky, WOW und HBO Max. Dabei beginnt für den Schauspieler jede Staffel wieder bei null. "Jedes Mal, wenn man zurückkommt, weiß man eigentlich gar nicht, was einen erwartet", erzählt Frankel gegenüber teleschau. Natürlich könne man sich vorbereiten, doch erst die neuen Kolleginnen und Kollegen würden eine Figur wirklich verändern. "Man kann noch so viel planen - am Ende entsteht alles erst durch die Menschen, mit denen man spielt."
"Die Tage am Set sind eben sehr lang"
Dass es hinter den Kulissen trotz Krieg, Drachen und Intrigen erstaunlich locker zugeht, verrät der Schauspieler ebenfalls. Während langer Drehtage im Ratssaal hätten sich die Darsteller regelmäßig mit den kleinen Marmorkugeln auf dem Tisch beschäftigt und daraus sogar kleine Wettbewerbe gemacht. Wer schaffte es, seine Kugel am längsten kreisen zu lassen? "Die Tage am Set sind eben sehr lang", scherzt Frankel und erinnert sich lachend daran, wie die Requisite die Kugeln immer wieder vor allzu ehrgeizigen Spielen retten musste.
Fast schon Kultstatus haben inzwischen auch Frankels Kommentare über seine schwere Rüstung. Während viele seiner Kolleginnen und Kollegen in fließenden Gewändern über das Set laufen, verbringt er einen Großteil der Dreharbeiten in einer massiven Metallrüstung. Mit viel Selbstironie macht er daraus längst einen Running Gag. Als Olivia Cooke über ihre schwere Robe scherzt, kontert Frankel sofort lachend - die Neckereien über Rüstungen, Umhänge und Kostüme gehören für das eingespielte Ensemble längst zum Alltag.