Nun auch Microsoft: Preise für Xbox steigen deutlich
Sony hat die Preise für seine PlayStation5-Konsole seit Release bereits mehrfach angehoben, vor Kurzem zog Nintendo nach. Nun ist Microsoft wieder dran: Die aktuelle Xbox-Konsolenfamilie, bestehend aus den Modellen Series X und Series S, wird ab 1. August weltweit deutlich teurer. Bereits im letzten Jahr gab es zwei moderate Preisanstiege bei den Xbox-Modellen. Angekündigt wurde diese neue Strategie im offiziellen Xbox-Firmenblog,
Die globale Speicherkrise als Grund
"Wir hatten gehofft, dass eine weitere Preiserhöhung nicht notwendig sein würde", erklärt das Unternehmen in einem Schreiben. "Leider sind die Preise für Speicher- und Arbeitsspeicherkomponenten für Konsolen auf mehr als das 2,5-Fache gestiegen, und wir erwarten bis zum Herbst 2027 eine weitere Verdopplung", so die Einschätzung von Microsoft.
Zwar sei die gesamte Unterhaltungselektronikbranche betroffen von der anhaltenden Komponentenkrise in Folge des KI-Booms, doch würden die Auswirkungen im Konsolen-Segment besonders hart spürbar. Die Argumentation: "Anders als Smartphones, Computer, Lautsprecher und andere Unterhaltungselektronik werden Konsolen in der Regel nicht mit Gewinn verkauft, sondern zu einem Preis, der unter ihren Herstellungskosten liegt."
Konkret ist geplant, die Xbox Series S Version mit 512 GByte Speicher künftig für 500 US-Dollar anzubieten - rund 100 US-Dollar mehr als bisher. Bei der Series S mit 1 TByte liegt der Aufschlag bei 150 US-Dollar und der Endpreis damit bei 600 US-Dollar. Die Xbox Series X mit 1 TB und ohne Laufwerk soll statt 600 US-Dollar nun 750 Dollar kosten. Die Variante mit Laufwerk wird statt 650 US-Dollar ab August mit 800 US-Dollar zu Buche schlagen.
Die 2-TByte-Version der Xbox Series X dagegen wird gänzlich aus dem Sortiment gestrichen. Die Preise beziehen sich zwar auf den US-Markt, aber erfahrungsgemäß werden diese identisch auf Europa übertragen.