Nach Tod von Schauspielkollege: Uschi Glas findet berührende Worte
Einzig "Das Dschungelbuch" war 1968 in den deutschen Kinos erfolgreicher als die Komödie "Zur Sache, Schätzchen". Der Kassenschlager war auch deshalb so beliebt, weil die beiden Hauptdarsteller so gut harmonierten: Uschi Glas und Werner Erke. Bis heute waren die beiden dadurch verbunden. Entsprechend betroffen nahm Glas die Nachricht über den kürzlichen Tod ihres Kollegen auf, der am 20. Juli mit 85 Jahren einer schweren Krankheit erlag. "Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern", sagte Glas gegenüber der "Münchner Abendzeitung". "Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab."
Damit bezog sich die 82-Jährige auf das anstehende 60-jährige Bestehen des Erfolgsfilms in zwei Jahren. In einem emotionalen Statement bedankte sich Glas für die gemeinsame Zeit: "Es war eine Freude, mit dir zu drehen, obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben." Trotzdem habe Enke sie stets fasziniert. "Ich habe damals viel von dir gelernt. Von deiner Lässigkeit, deinem Witz. Von deiner Art, so locker durchs Leben zu gehen", erinnerte sich der Schauspielstar.
"Zur Sache, Schätzchen" war der große Kino-Erfolg 1968
"Wir hatten eine gute Zeit", denkt Uschi Glas auch heute noch gerne an die Dreharbeiten zu "Zur Sache, Schätzchen" zurück. In Bezug auf Enke und dessen Partnerin May Spils, die den Film als Regisseurin verantwortete, fügte Glas an: "Wie gerne hätte ich noch weitere Filme mit Euch beiden gedreht, dazu ist es leider nie gekommen."
Mit Spils habe sie zuletzt noch Kontakt gehabt, ließ Uschi Glas wissen. "Wir fühlen Dich, denn wir glauben beide daran, dass die Seele irgendwie, irgendwo weiter existiert", ließ die 82-Jährige verlauten. "Also, lebe wohl, lieber Werner, und schau uns von da oben zu, und hab eine schöne Zeit, da draußen im Himmel, im Weltall ..."
In "Zur Sache, Schätzchen" (1968) beobachtet Nichtsnutz Martin (Werner Enke) einen Einbruch. Eine Aussage bei der Polizei geht jedoch schief und bugsiert ihn ins Visier der Ermittler. Doch er hat Glück: Die freche Barbara (Uschi Glas) rettet ihn vor Konsequenzen - und ist der Startschuss einer unterhaltsamen Komödie, die 1968 6,5 Millionen Deutsche ins Kino lockte.