Mario-Speed-Run: Nur noch 6 Frames von der Perfektion entfernt
So eilig hatte es Mario noch nie, Prinzessin Peach zu treffen: In nur 4:54 Minuten und 365 Millisekunden steuerte der brasilianische Speedrunner Lekukie Anfang Juni den Protagonisten des NES-Klassikers "Super Mario Bros." durch das komplette Spiel und in die Festung, in der die Prinzessin wartet.
Mit dieser Geschwindigkeit erzielte der passionierte Gamer nicht nur einen neuen Weltrekord, sondern kratzte an der Grenze des Machbaren: Mit seinem Ergebnis ist Lekukie nur noch sechs Frames - oder 100 Millisekunden - entfernt vom theoretischen Limit für das Spiel. Das zumindest behaupten Insider wie der australische YouTuber Karl Jobst, der sich selbst als Speedrunner einen Namen gemacht hat.
Das Argument, das den Speedrun von Lekukie so beeindruckend macht: Selbst wer alle Techniken und Glitches für ein Spiel kennt, kann einen Durchlauf ohne einzelne Fehlframes nicht leisten. Zur Beweisführung werden Tool-Assisted-Speedruns herangezogen. Diese steuern ein Spiel mit Software präzise und angefüttert mit allen bisher bekannten Techniken und Methoden, um das bestmögliche Ergebnis zu simulieren.
Unter Insidern ist bekannt, dass die größte Hürde in der Welt 8-4 liegt. Hier muss Mario über Bowser springen, um Peach zu retten. Jeder Fehler würde hier Frames kosten, die alles vorher erreichte zunichtemachen können. Im Fall von "Super Mario Bros." kam bei Tool-Assisted Speedruns ein Minimum von 4:54 Minuten und 265 Millisekunden heraus. Anders ausgedrückt: Das Ergebnis des Speedrunners Lekukie war nahezu übermenschlich. Insider wie Karl Jobst gehen davon aus, dass auch die letzten Millisekunden noch geknackt werden können.