E-Auto-Boom führt zu Rekordwerten bei den Neuzulassungen
Langsam, aber immer nachhaltiger nimmt die Energiewende auf dem deutschen Automobilmarkt Fahrt auf. Das verdeutlichen Zahlen, die Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch (15. Juli) veröffentlicht hat. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Verkauf von Fahrzeugen mit klassischem Verbrenner-Motor einen historischen Tiefststand.
Von insgesamt 1.484.393 neu zugelassenen Personenkraftwagen entfielen 966.085 Fahrzeuge auf alternative Antriebsarten - darunter Elektrofahrzeuge (BEV), Hybrid- und Plug-in-Modelle sowie Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, Gas- oder Wasserstoffantrieb. Damit lag ihr Anteil am gesamten Zulassungsvolumen bei 65,1 Prozent. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von 21,7 Prozent.
Innerhalb dieser Gruppe verzeichneten rein elektrisch beziehungsweise teilelektrisch angetriebene Fahrzeuge - also BEV, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge - mit 531.808 Einheiten einen Anteil von 35,8 Prozent an allen Neuzulassungen. Das entspricht einem Zuwachs von 37,2 Prozent im Jahresvergleich.
VW, BMW und Mercedes liegen bei den Zulassungszahlen vorn
Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei reinen Batterieelektrofahrzeugen aus, gemeinhin E-Autos genannt: Mit 368.006 neu zugelassenen Fahrzeugen erreichten sie einen Anteil von 24,8 Prozent am Gesamtvolumen - ein Anstieg von 48,0 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Bei den deutschen Marken lagen VW, BMW und Mercedes bei den absoluten Zulassungszahlen alternativ angetriebener Pkw vorn, während BMW, Mercedes und Porsche den höchsten Anteil solcher Antriebe innerhalb ihrer jeweiligen Modellflotte aufwiesen. Unter den Importmarken führten Skoda, Seat und Toyota bei den Stückzahlen, während mehrere Marken wie Volvo, BYD und Leapmotor ihre Flotte bereits vollständig auf alternative Antriebe umgestellt haben.
Den stärksten prozentualen Zuwachs unter den deutschen Marken verzeichnete Opel mit einem Plus von über 100 Prozent, gefolgt von MINI und VW. Bei den Importmarken wuchsen BYD, Leapmotor und Cadillac am stärksten. Rückläufig entwickelten sich dagegen unter anderem die Marken NIO, Maxus und GWM.