Als Gandalf in den ‘Der Herr der Ringe’- und ‘Der Hobbit’-Filmen sowie als Magneto in ‘X-Men’ ist er in der ganzen Welt bekannt: Am Sonnabend (25. Mai) feiert Ian McKellen seinen 85. Geburtstag.
Obwohl er in vielen legendären Filmen mitgespielt hat, ist es vor allem das Theater, welches ihm am Herzen liegt. Zurzeit steht er im Londoner Noël Coward Theatre in 'Player Kings' auf der Bühne, einer neuen Adaption von Shakespeares 'Heinrich IV.', in der er John Falstaff spielt.
Shakespeare ist ohnehin die große Leidenschaft des Darstellers — kaum eine große Rolle, die er noch nicht gespielt hat, von Macbeth über Hamlet bis zu König Lear.
Kaum zu glauben: Obwohl er zwei Mal für den Oscar nominiert wurde (1999 für 'Gods And Monsters' und 2002 für 'Der Herr der Ringe: Die Gefährten'), gewann er den begehrten Goldjungen bislang noch nicht.
Dafür nennt er allerdings unzählige Bühnen-Awards sein Eigen, unter anderem einen Tony sowie ein halbes Dutzend Olivier Awards. Selbstverständlich hat er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Schon 1991 wurde der Brite, der in der nordenglischen Stadt Burnley geboren wurde, von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen, war fortan Sir Ian McKellen.
An der Uni Cambridge machte man sich über seinen Akzent aus der Grafschaft Lancashire lustig. Daraufhin arbeitete er an seiner Aussprache, denn er hatte Angst, dass er keine Schauspiel-Karriere machen würde. Bis heute machen ihm einige Worte zu schaffen.
Folglich setzt sich der Star auch schon lange für Chancengleichheit in der Unterhaltungsindustrie ein, mit mehr Inklusivität und Möglichkeiten für alle Künstler*innen, ungeachtet ihrer Herkunft.
Als der Original-Dumbledore Richard Harris starb, war Ian McKellen einer der Schauspieler, die man als Ersatz für die Rolle des Hogwarts-Schulleiters im Harry-Potter-Franchise ins Auge fasste. Doch er schlug den Part aus, denn Harris hatte ihn und seine Kollegen Derek Jacobi und Kenneth Branagh einst als "technisch brilliant aber leidenschaftslos" bezeichnet. "Ich könnte keine Rolle von jemandem übernehmen, von dem ich weiß, dass er mich nicht mag."
Schon 1988 outete sich Ian McKellen als schwul und ist seitdem einer der bekanntesten Aktivisten für LGBTQ+-Rechte. 2006 überholte er Elton John auf der 'Independent Pink List' als einflussreichster schwuler Mann. Er war Mitbegründer der britischen Schwulenrechts-Organisation Stonewall.
Der Schauspieler ist wegen seiner Schlagfertigkeit, seiner Intelligenz und seinem Mutterwitz ein gern gesehener Gast in Interviews und auf Podiumsdiskussionen.
Sie sind die allerbesten Freunde: Die Bromance von Ian McKellen und Patrick Stewart ist legendär. Die beiden lernten sich schon in den Siebzigerin kennen, als sie gemeinsam für die Royal Shakespeare Company auf der Bühne standen.
Als Patrick Stewart 2013 seine dritte Frau, die Sängerin Sunny Ozell, heiratete, war es daher natürlich auch Ian McKellen, der durch die Zeremonie führte.