Im Jahr 2020 finden die 92. Oscars statt. In der langen
Geschichte der Preisverleihung gibt es zahlreiche glückliche
Gewinner - aber auch große Verlierer...
Sie hält den Rekord: Katharine Hepburn führt mit ihren vier
Oscars in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" immer noch die
Liste der Gewinner an. Den letzten Goldjungen bekam sie 1982 für
ihre Rolle in "Am goldenen See".
Meryl Streep ist die Königin der Nominierten. Ganze 21 Mal hatte
sie bereits die Chance auf den Preis. Mit nach Hause nehmen konnte
sie ihn bisher dreimal: Für "Kramer gegen Kramer" (1980), "Sophies
Entscheidung" (1983) und "Die Eiserne Lady" (2012).
Lange führte Jack Nicholson die Männer-Hitliste an. Für "Einer
flog über das Kuckucksnest" (1976) und "Besser geht's nicht" (1998)
wurde er als "Bester Hauptdarsteller", für "Zeit der Zärtlichkeit"
(1984) als "Bester Nebendarsteller" ausgezeichnet.
Doch 2013 lief ihm der britische Mime Daniel Day-Lewis den Rang
ab. Er hat zwar ebenfalls drei Oscars zu Hause stehen, jedoch alle
in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller": "Mein linker Fuß"
(1990), "There will Be Blood" (2008) und "Lincoln" (2013).
Die meisten Goldjungen für eine Einzelperson hat aber jemand
anderes gewonnen: Walt Disney! 22 Oscars hat er erhalten, einen
davon sogar erst nach seinem Tod.
Sie ist die jüngste Gewinnerin: Tatum O'Neal sicherte sich schon
mit zehn Jahren den Oscar für ihre Rolle im Film "Paper Moon"
(1974). Shirley Temple gewann 1935 mit sechs Jahren den Juvenile
Award, eine Miniatur-Ausgabe des regulären Oscars.
Die kleine Quvenzhané Wallis geht als jüngste Nominierte in die
Geschichte der Oscars ein. Für den Film "Beasts of the Southern
Wild" war die damals Neunjährige 2013 als "Beste Hauptdarstellerin"
nominiert.
Die jüngsten Oscar-Gewinner in der Kategorie "Beste/r
Hauptdarsteller/in" sind Adrien Brody und Marlee Matlin. Brody
wurde 2003 - mit 29 - für seine Rolle in "Der Pianist"
ausgezeichnet, Matlin 1986 mit nur 21 Jahren für "Gottes vergessene
Kinder".
Mit 82 Jahren ist Christopher Plummer der älteste, mit einem
Oscar ausgezeichnete Schauspieler. Für die Nebenrolle in
"Beginners" bekam er 2012 seinen ersten Oscar überreicht.
Den Titel der ältesten Gewinnerin in der Kategorie "Beste
Hauptdarstellerin" hält die 1994 verstorbene Jessica Tandy. Sie
wurde mit 80 Jahren für ihre Rolle in "Miss Daisy und ihr
Chauffeur" (1989) ausgezeichnet.
James Camerons Meisterwerk "Titanic" ist mit elf gewonnenen
Oscars aus 14 Nominierungen der Rekordhalter. Damit verwies er 1998
"Ben Hur" auf den zweiten Platz. Er bekam ebenfalls elf Oscars,
hatte aber nur zwölf Nominierungen.
Rekorde über Rekorde: Der Film "Titanic" war nicht nur einer der
erfolgreichsten Filme aller Zeiten, nein, die 1998 für die "Beste
Nebenrolle" nominierte Gloria Stuart alias Rose Calvert ist auch
gleichzeitig die älteste: Stolze 87 Jahre war sie alt.
Emma Stone holte 2017 mit ihrem Oscar als "Beste
Hauptdarstellerin" in "La La Land" einen von sechs Goldjungen für
den Streifen. Der Film erreichte die Rekordzahl von 14
Nominierungen und zog damit mit "Titanic" und "Alles über Eva"
gleich.
"Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" von Regisseur
Peter Jackson (Foto) konnte 2004 den Oscar in allen elf Kategorien,
in denen er nominiert war, abräumen und zog damit auf der
Abräumer-Liste mit "Titanic" und "Ben Hur" gleich.
Die "Big Five" - also Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller/in und
Bester Film - gewannen bisher nur "Es geschah in einer Nacht"
(1934), "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975) und "Das
Schweigen der Lämmer" (1991) mit Anthony Hopkins und Jodie
Foster.
Zu den größten Verlierern zählt bei den Oscars Peter O'Toole.
Acht Mal war er während seiner Laufbahn nominiert - bekommen hat er
keinen einzigen. Immerhin erhielt er 2003 den Oscar für sein
Lebenswerk.
Auch Erfolgsregisseur Steven Spielberg zählt überraschenderweise
zu den großen Verlierern: Sein Film "Die Farbe Lila" war 1986 elf
Mal nominiert. In keiner der Kategorien konnte er jedoch
gewinnen.
Das gleiche Pech verfolgte "Am Wendepunkt" bei der
Oscar-Verleihung 1978. Der Film mit Shirley MacLaine in der
Hauptrolle war für elf Goldjungen nominiert und konnte sich in
keiner Kategorie durchsetzen.
Dass man auch ohne Oscar in die Filmgeschichte eingehen kann,
beweisen die Leinwandlegenden Marilyn Monroe und James Dean. Beide
gingen in ihrer einzigartigen, aber auch kurzen Karriere, leer aus.
Ein Oscar ist eben doch nicht alles.