Ghanas Queiroz schimpft auf VAR: "Nicht besser" als am Anfang
Eine Szene aus dem England-Spiel hängt den Black Stars immer noch extrem nach.
Der ghanaische Trainer Carlos Queiroz hat Generalkritik an der Anwendung des VAR im Rahmen der WM geübt. "Der VAR wurde 2016 eingeführt und kam 2018 erstmals bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz. Es gibt weder eine Entschuldigung noch einen Grund dafür, dass er nicht besser ist, und es ist an der Zeit, dass die FIFA untersucht, was seitdem passiert ist", sagte der 73-Jährige vor dem Gruppenfinale gegen Kroatien am Samstag (23.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV).
Konkrete Ursache des Ärgers war ein nicht gegebener Elfmeter im Spiel gegen England (0:0) am vergangenen Dienstag, als der ghanaische Stürmer Prince Adu im Strafraum vom englischen Verteidiger Ezri Konsa zu Fall gebracht wurde. "Wir sollten mit sechs Punkten eigentlich schon qualifiziert sein, wir sind gut im Elfmeterschießen", betonte Queiroz. Der VAR solle "den Schiedsrichtern helfen, das Spiel zu leiten und die richtigen Entscheidungen zu treffen".
Dies sei in der Begegnung gegen England mal wieder nicht passiert und müsse sich "in den kommenden Jahren verbessern". Wenn das Videoassistenzsystem nicht von allein richtig funktioniere, sollten die Profis eben ihr Verhalten ändern, sagte Starspieler Antonie Semenyo von Manchester City: "Die Spieler müssen den Schiedsrichter bedrängen, um sich zu beschweren; wir müssen gegenüber den Schiedsrichtern aggressiver auftreten und länger bei ihnen bleiben."