Vonn "noch nicht bereit" für Zukunftsentscheidung
Die schwer verletzte Speed Queen lässt offen, ob sie trotz ihres Horrorsturzes weitermacht und beklagt Diskriminierung.
Die schwer verletzte Speed Queen Lindsey Vonn schließt eine neuerliche Rückkehr auf die Piste trotz ihres folgenreichen Horrorsturzes bei den Winterspielen nicht aus. "Ich brauche niemandes Erlaubnis, um das zu tun, was mich glücklich macht. Vielleicht bedeutet das, wieder Rennen zu fahren, vielleicht auch nicht. Die Zeit wird es zeigen", schrieb Vonn in einer Reihe von teils wütenden Beiträgen bei X.
Derzeit sei sie "noch nicht bereit, über meine Zukunft im Skisport zu sprechen", ergänzte Vonn und betonte: "Mein Fokus liegt ganz auf meiner Genesung und darauf, wieder in meinen normalen Alltag zurückzufinden."
Grundsätzlich könne sie sich ihre Zeit auch ohne Rennsport sinnvoll vertreiben, meinte die US-Amerikanerin. "Ich war ja schonmal für sechs Jahre im Ruhestand und habe ein fantastisches Leben abseits des Skifahrens geführt." Andererseits sei es "unglaublich" gewesen, "mit 41 Jahren wieder die Nummer 1 der Welt zu sein und Rekorde in meinem Sport aufzustellen".
Die Entscheidung für oder gegen ein neuerliches Comeback treffe einzig und allein sie selbst. "Bitte hört auf, mir vorzuschreiben, was ich tun oder lassen soll. Ich werde euch Bescheid geben, wenn ich mich entschieden habe."
Dass sie so viel Kritik und teils Hass erfahre, führte sie auf ihr Geschlecht zurück. Wäre sie ein Mann, würden die Reaktionen "sehr wahrscheinlich genau andersherum" ausfallen, meinte Vonn. So sei es auch beim Comeback von Marcel Hirscher gewesen. "Er wurde mit Lob überschüttet, ich hingegen mit Zynismus und persönlichen Angriffen."
Einigen dieser Attacken stellte sich Vonn im Netz entgegen. Einem "Fan", der giftete, ihre Zeit sei vorbei, antwortete sie etwa: "Wenn die Nummer 1 der Welt zu sein bedeutet, meine besten Zeiten lägen hinter mir, was ist dann mit den Athleten, die halb so alt sind wie ich? Sollten sie ihre Karriere beenden?"