Snowboarderin Hofmeister verpasst Medaille
Die 29-Jährige scheitert nach einem Sturz bereits im Viertelfinale. Der Sieger bei den Männern feiert sein Gold ungewöhnlich.
Snowboard-Hoffnung Ramona Hofmeister hat bei den Olympischen Spielen von Mailand/Cortina eine Medaille im Parallel-Riesenslalom verpasst. Die 29-Jährige, die nach einer Verletzung erst Anfang Januar ihr Comeback gegeben hatte, schied nach einem Sturz im Viertelfinale gegen die Tschechin und spätere Olympiasiegerin Zuzana Maderova aus und verpasste damit ihre zweite Olympia-Medaille. 2018 hatte Hofmeister in Pyeongchang Bronze geholt, vor vier Jahren war sie in Peking auch nicht über das Viertelfinale hinausgekommen.
"Wenn man beim Finale dabei ist und das Gefühl hat, dass mehr drin gewesen wäre, dann ist es natürlich erst mal schade", sagte Hofmeister, die nach einem Bruch des Sprungbeins im September erst Anfang des Jahres in den Weltcup zurückgekehrt war und seitdem unter anderem zwei Siege holte. Entsprechend müsse sie auch "stolz darauf sein, dass man das geschafft hat. Es war ja einfach nicht absehbar, ob ich überhaupt hier dabei sein kann".
Neben Hofmeister scheiterte überraschend auch die Tschechin Ester Ledecka, zuletzt zweimal in Folge Olympiasiegerin, in der Runde der letzten acht. Gold sicherte sich Maderova vor der Österreicherin Sabine Payer und Lucia Dalmasso aus Italien. Zum Olympiasieger bei den Männern kürte sich der Österreicher Benjamin Karl - der gleich nach der Zieldurchfahrt seine Klamotten ablegte und mit nacktem Oberkörper vor den Kameras demonstrativ seine Muskeln zeigte. Silber ging an Sangkyum Kim (Südkorea), Bronze holte sich Terwel Samfirow (Bulgarien).
Cheyenne Loch, die ebenfalls gegen Maderova verloren hatte, und Elias Huber waren im Achtelfinale ausgeschieden. Melanie Hochreiter und Mathilda Schied hatten genau wie der WM-Zweite Stefan Baumeister, Max Kühnhauser und Yannik Angenend die Qualifikation nicht überstanden.
Am Sonntag hatte Hofmeister bereits im Achtelfinale zittern müssen. Gegen die 16 Jahre alte Bulgarin Malena Samfirowa lag die viermalige Gesamtweltcupsiegerin lange in Führung, bevor die Teenagerin noch einmal aufholte und sich im Ziel nur um 0,02 Sekunden geschlagen geben musste.