Bahnrad-WM: Grabosch gewinnt Zeitfahr-Gold
Die Teamsprint-Spezialistin ist über die 1000 m nicht zu besiegen und holt ihr erstes Einzelgold bei einer WM.
Sprinterin Pauline Grabosch hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai die Goldmedaille im Zeitfahren gewonnen. Die 28-Jährige aus Magdeburg war am vorletzten Wettkampftag im Finale über die 1000 m in 1:04,572 Minuten nicht zu schlagen und bescherte dem deutschen Verband German Cycling in China den ersten Titel.
Grabosch, die im Teamsprint bereits bei fünf Weltmeisterschaften sowie Olympia Bronze gewonnen hat, holte das erste WM-Einzelgold ihrer Karriere. Nach der klaren Bestzeit in der Qualifikation setzte sich Grabosch im Endlauf gegen Titelverteidigerin Hetty van de Wouw (1:05,223) und deren niederländische Landsfrau Sofie van Rooijen (1:05,398) durch.
"Es ist ein wundervoller Moment", sagte Grabosch: "Jeder will das Regenbogentrikot gewinnen, es bedeutet mir die Welt." Fünf WM-Titel im Teamsprint hat Grabosch geholt, vier davon sowie Bronze und Silber bei Olympia mit Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich. "Ich wollte der Welt zeigen, dass ich fähig bin, mehr als nur eine Runde zu fahren. Ich war Anfahrerin, jetzt bin ich Schlussfahrerin", erklärte Grabosch.
Im Velodrome von Shanghai ist es Graboschs zweite Medaille. Mit Clara Schneider, die im nicht-olympischen Zeitfahren auf Rang 13 kam, und Lea Sophie Friedrich war sie im Teamsprint zu Bronze gefahren. Bei Weltmeisterschaft hatte Grabosch zuvor nur bei den Titelkämpfen 2018 in Apeldoorn mit Sprint-Bronze in einer Einzeldisziplin auf dem Podium gestanden.
Nach Bronze im Teamsprint und im Frauen-Vierer sowie dem Silber-Coup von ihrem Partner Maximilian Dörnbach im Keirin fuhr Grabosch zur vierten deutschen Medaille. Die WM endet am Sonntag.