Armstrong: "Straße hat für Evenepoel entschieden"
Der frühere Tour-Dominator sieht den Belgier gegenüber Florian Lipowitz im Vorteil.
Der frühere Tour-Dominator Lance Armstrong sieht Remco Evenepoel nach seinem "Zeitfahr-Sieg" in Barcelona mental deutlich im Vorteil gegenüber seinem deutschen Teamkollegen Florian Lipowitz. "Das Team hat gesagt, wir lassen die Straße entscheiden", sagte Armstrong in seinem Podcast "The Move": "Und auch wenn wir nicht wissen, ob das ein Lippenbekenntnis war, hat die Straße entschieden. Und Remco wird daraus eine Menge mitnehmen."
Im Team-Zeitfahren hatte der belgische Olympiasieger Evenepoel den deutschen Hoffnungsträger Lipowitz am Schlussanstieg abgehängt und 16 Sekunden Vorsprung herausgefahren. "Er hat eine wichtige mentale Schlacht gewonnen", sagte Armstrongs früherer Team- und heutiger Podcast-Kollege George Hincapie.
Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe war mit Evenepoel und dem Vorjahresdritten Lipowitz als Doppelspitze mit einer offenen Hierarchie in die Tour gegangen. Der Deutsche dürfte seine Vorteile an den langen Anstiegen haben, die Straße könnte sich also durchaus noch umentscheiden.
Beeindruckt zeigte sich Armstrong, der seine sieben Toursiege wegen seiner Dopingvergehen verloren hat, von Zeitfahrsieger Jonas Vingegaard und dessen Visma-Mannschaft. Sein Team habe "ein perfektes Rennen" gezeigt, sagte der 55 Jahre alte Texaner.