Kein Ende in Sicht: Rekordmann Kläbo liebäugelt mit 2034
Der Langlaufstar will auf jeden Fall bei Olympia 2030 dabei sein - und könnte danach noch vier Jahre dranhägen.
Der neue Rekord-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo hat nach seiner neunten Goldmedaille die Hoffnung der Konkurrenz auf sein baldiges Karriereende zunichte gemacht und schließt sogar einen Start bei den Winterspielen 2034 nicht aus.
"Dass Olympia dann in Salt Lake City stattfindet, wo ich schon so viel Zeit verbracht habe, könnte sicherlich eine Motivation sein", sagte Norwegens Langlaufstar am Sonntag in Lago di Tesero, "aber dann denke ich wieder, dass ich ein paar Jahre brauche, in denen ich etwas anderes mache."
Ob der 29-Jährige, der zuvor mit der Staffel sein viertes Gold bei den Wettbewerben von Mailand und Cortina gewonnen hatte, wirklich noch acht Jahre dranhängt und diese ohne Auszeit bestreitet, werde die Zeit zeigen. "Erstmal ist mein Plan, bis 2030 weiterzumachen und dann werden wir sehen", sagte Kläbo: "Es wird hart, über all die Jahre bis 2034 Wettkämpfe zu bestreiten."
Sollte er wirklich noch zwei Olympia-Zyklen dranhängen, könnte er im Idealfall zu "Sommer-Rekordler" Michael Phelps aufschließen, der 23-mal Schwimmgold geholt hat. Dazu müsste er aber schon in Val di Fiemme auch die beiden ausstehenden Wettbewerbe im Teamsprint am Mittwoch und über 50 km am Samstag gewinnen. Sechsmal Olympia-Gold in einem Jahr hat noch kein Wintersportler gewonnen, die Bestmarke des legendären US-Eisschnellläufers Eric Heiden von 1980 steht bei fünfmal Gold.
"Ich nehme es hier Tag für Tag, will jeden einzelnen Tag mein Bestes geben", sagte Kläbo: "Und dann werden wir sehen, wo ich am Ende lande. Aber bis hierhin fühlt es sich gut an."